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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1910-01-01 · VII. 1909 - 5670 (1910) · page 358

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VII. 1909 - 5670 (1910)
Date
1910-01-01
Page
– (sequence 358)
Language
German
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298 Beide Ortschaften aber müssen nach demselben Propheten (Ibid. 4,1) nächst dem הר שמרון gesucht werden, welches wieder mit grosser Sicherheit mit Sebastije, etwa 2 Va Stunden nördl. von Nabulus, zusammengestellt wird. Wahrscheinlich ist auch, dass Josua und Pinchas * *), der Hohepriester, nahe nebeneinander gewohnt haben. Wenn wir nun den einen in Siloh finden (Jos. .22,12) und den andern in Bethel (Ri. 20,28), so muss eben dieses Bethel in der Nähe von Siloh gesucht werden. Ist aber schon das Zeugnis eines Mannes vom Range eines Estori ha-Parchi über allen Zweifel erhaben, so kann es noch zum Überflüsse durch einen ebenso zuverlässigen Zeugen erhärtet werden. Rabbi Benjamin von Tudela (ed. Griinhut, hebräischer Teil, S. 29) schreibt: ״ .ומשם חצי יום לסרגוגר, היא לוזVon dort (Kakun) ist eineHalbtagreise nach סרגוגר(?), das ist das biblische Luza. Mit diesem Namen ist nichts anzufangen. Dafür liest, wie die Fussnoten verzeichnen, die Hs. des British Museums, die älteste dieses Werkes überhaupt: לשרגט. Ist zwar auch dies verstümmelt, indem ein Ort dieses Namens gar nicht existiert, so lässt sich doch unschwer darunter ש[נ]גיל vermuten, was zu שרגט verstümmelt wurde. Auf dem Berge nächst Siloh, bloss etwas südlicher gelegen, befindet sich ein Ort, den die Kreuzfahrer (1097), nach dem Grafen Raymond von Saint Giles, Casale Saint Giles benannten, woraus dann im Volksmunde Sindschil entstanden ist. Unter diesem Namen figuriert er auch auf den Karten. Wie hat aber der Ort früher geheissen? Soll denn der alte Name gänzlich in Vergessenheit geraten sein? Es scheint mir zweifeilos, dass wir in Sindschil das alte Luz-Bethel 2) vor uns haben. So ergänzen sich gegenseitig die beiden jüdischen Schriftsteller. Und da Bethel von altersher als heiliger Ort galt, so ist es erklärlich, weshalb man ihn nach dem frommen Grafen benannte. *) Seine Grabstätte, was viele jüdische Schriftsteller bezeigen, wird in Awerta, etwa 2 St südöstlich von Nablus gezeigt. Vgl. Grünhut, R. Benjamin a. a O. S. 143. *) Gänzlich verdrängt hat also der mittelalterliche Name die beiden älteren nicht. Der eine, und zwar der ältere, war noch im XU. Jahrhundert bekannt, während der andere, der zugleich jüngere, sich noch bis zum XiVi Jahrhundert, allerdings in gekürzter Form, als Betai, erhalten hat. So Tägfcri tatsächlich die drei Ortschaften: Gilgal, Bethel׳[Luz] und Siloh, die in der Propheten״Zeit eine grosse Rolle spielten, dicht nebeneinander. ' l :

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