Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VII. 1909 - 5670 (1910)
- Date
- 1910-01-01
- Page
- – (sequence 357)
- Language
- German
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297 natürlich darunter nur Bethel-Luz * *) gemeint sein. Wo lag nun dieser Ort? Wir lassen hier zunächst unseren Führer Estori sprechen *). Siloh liegt in gerader Richtung gegen drei Stunden südlich von Sichern, hlos etwas östlich neigend ... Der Ort wird heute Selun genannt. Merke, dass die Ortslage genau so noch heute ist, wie sie am Ende des Richterbuches bezeichnet wird. Rechts liegt Lebona, heule (el-)Lubban genannt, nach ungefähr tausend Ellen eine Wasserquelle, an der ein Fußsteig sich abzweigt, der in südöstlicher Richtung ausläuft. Denselben verfolgend, gelangt man in einer Stunden nach Siloh. Südlich s) von Siloh liegt Bethel, Betai genannt, mit Ausfall des ל am Ende4). Das in der Jacobsgeschichte genannte Bethel lag auf dem Gebirge5), nächst Siloh, wie schon bemerkt. Darum wurde ihm zur Zeit, da er in Sichern weilte, gesagt: ״Mache dich auf! Ziehe nach Bethel hinauf!“ (Gen. 35.1). ״Und sie sprachen: Siehe, ein Fest des Ewigen ist in Siloh von Jahr zu Jahr; nördlich von Bethel, östlich von der Strasse, die von Bethel nach Sichern führt und südlich von Lebona“ (Richter 21,19). Lägen die drei Ortschaften fern von einander, so hätte diese Bezeichnung (nördlich von Bethel usw.) die Ortslage von Siloh noch gar nicht näher bestimmt, indem zwischen ihnen noch viele andere Orte gelegen hatten, von deren jedem ״nördlich von Bethel“ gesagt werden könnte*. So weit Estori. Bethel-Luz, dessen deutliche Spuren unser Berichterstatter noch in dem Namen Betai, das sicherlich nur eine Abkürzung des Namens Bethel ist, aufgefunden hat, lag also unfern Siloh, Unweit Siloh lag auch Gilgal, heute Dscliildschilja, wie die Karten deutlich zeigen. Bethel schlechtweg und Gilgal werden häufig neben einander erwähnt. ״Kommet nach Bethel und frevelt, zu Gilgal häufet Verbrechen“ (Ainos 4,4). *) Häufig ist auch sonst dieses Bethel gemeint, trotzdem der alte Name nicht dabei steht. *) S. 47-48 a. 3) Dort, wo Estori keine Entfernung angibt, war diese eben eine sehr geringe, was er übrigens weiter selbst betont: . . . nW םם1ן mm. *) In folgendem weist der Verf. nach, dass es zwei Bethel gegeben hat, wovon später ausführlicher. Was nicht unbedingt mit unserem Thema zusammenhängt, wird hier nicht wiedergegeben. *) Richter 4, 5 beweist aber nichts, da zum Gebirge Ephraim auch Benjamins Höhenzüge gezählt haben.