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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1910-01-01 · VII. 1909 - 5670 (1910) · page 354

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VII. 1909 - 5670 (1910)
Date
1910-01-01
Page
– (sequence 354)
Language
German
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294 bis nördlich von Sichern, Nabulus1 *), ausgedehnt haben. In welchem Verhältnis stand dann aber das Gebiet des einen Stammes, der bei weitem volkreicher war, zu dem andern, dessen Seelenzahl weit hinter ersterem zurückgeblieben war? — Wie verhält sich nun, wird man fragen, Estori zu dieser Frage? Für ihn besteht eine solche überhaupt nicht. ״Benjamin“, liest Kafthor wa-Pherach (ed. Edelmann, Berlin 1852, S. 48, Absatz 1), ״der an Juda grenzte, dehnte sich bis Silo aus“. Damit befindet sich der gelehrte jüdische Geograph mit der talmudischen Überlieferung im Einklänge, indem es b. Sebachim 118b heisst: רב דיימיי אמר רב (בד) מקומות שרתה שכינה על ישראל בשילה וגוב וגבעון ובית עולמים ״ .ובכולן לא שרתה אלא בחלק בנימיןR. Dimi im Namen Rabs überliefert: an vier Stätten weilte die Schechinah: in Schiloh, Nob, Gibeon und im Tempel; überallda aber weilte sie nur im Gebiete Benjamins.4 Siloh, heute Chirbet Selun genannt, liegt gegen acht Stunden nördlich von Jerusalem. Danach zerstieben jene Schwierigkeiten wie Morgennebel vor der aufgehenden Sonne. Wohl bezeichnet Josua (18,13) Bethel als Benjamins Nordgrenze; allein dort ist nicht schlechtweg von Bethel die Rede, sondern von Bethel-Luz. Bethel-Luz ist aber nicht identisch mit einfach Bethel, geschweige denn mit dem heutigen Betin. Dass es also zwei Bethel gegeben hat, das nachzuweisen, wird die Aufgabe nachstehender Zeilen sein. I. Luz. Der Name dieses Ortes kommt dreimal in der Thora vor und zwar Gen. 28.19, 35.1—8 und ebenda 8—15. Nach den Bibelkritikern ständen diese Berichte miteinander im Widerspruch. Das scheint aber nur so; in Wirklichkeit stehen sie vielmehr in erklärender Beziehung zu einander. Natürlich muss man tiefer in das Verständnis der heiligen Schrift eindringen und nicht gleich nach dem einfachen Wortlaute sein Urteil fällen. Die Thora besagt hier zunächst: ויקרא את שם המקום ההוא בית אל ואולם ״ .לוז שם העיר לראשנתUnd er nannte den Namen desselben Ortes: 1) Nach Jos. gar bis zur Ebene Esdrelon, Merdsch Ibn Amir, was entschieden aber unrichtig ist

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