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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1910-01-01 · VII. 1909 - 5670 (1910) · page 353

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VII. 1909 - 5670 (1910)
Date
1910-01-01
Page
– (sequence 353)
Language
German
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IRI
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Wieviele Bethel gab es? Von Dr. L. Grünhut in Jerusalem. Trotz der vielfachen und sicherlich auch redlichen Mühe, welche sich die Geographen um die Erforschung des alten Palastina gegeben, ist es, kann man wohl mit Kecht sagen, einzig und allein dem als Verfasser des als in seiner Art einzig dastehenden כפתור ופרח rühmlichst bekannten Estori ha-Parchi gelungen, die Grenzen der einzelnen Stammgebiete*) genauer zu bestimmen. Namentlich gross ist die Verwirrung, welche in der ganzen hier in Betracht kommenden Literatur herrscht über das Erbe, welches Benjamin zugefallen war. Als dessen Nordgrenze2) wird — ein Fehler, den auch der gediegene Schwarz begangen — Bethel angegeben, welches wiederum mit Bötin, vier Stunden von Jerusalem entfernt, identifiziert wird. Ein prüfender Blick auf die Karte aber zeigt die Unmöglichkeit dieser Angabe. Denn, wird man sich erstaunt fragen, wie kann dieser schmale Landstrich, dessen Westseite überdies noch teils Ephraim, teils Dan zugefallen war, dem seelenreichen Benjamin zu seiner natürlichen Ausdehnung genügt haben? Ja, noch mehr. Nach der letzten Volkszählung war Benjamin 45600 Seelen stark (Numeri 26,41), während Ephraim nur 32 500 (ibid.37) zählte. Nun soll sich letzterer von diesem Bethel *) Als jüngste Arbeit, die über diese Partie handelt, sei Bubis vortreffliches Buch, Geographie des alten Palästina, Leipzig 18%, S. 75 ff. erwähnt Die Verwirrung aber, die ihre Entstehung nicht allein den Geographen, sondern fast noch mehr den Bibelauslegem zu danken hat, wird auch von diesem Gelehrten nicht geklärt» י) Die Südgrenze ist klar. Deren Hauptpunkte sind: Kirjatt jearim, heute Karjet el־’Ineb, ferner Tal Hinom, Beth Hagia, Kasr Hadschle, und das Tote Meer.

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