Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VII. 1909 - 5670 (1910)
- Date
- 1910-01-01
- Page
- – (sequence 316)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/3486266-3486279--2809-3488729- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
256 eine andere Schreibweise der Handschrift; wenn nämlich der letzte geschriebene Buchstabe eines abgekürzten Wortes ein ש ist, so ist statt des gewöhnlichen ש ein Buchstabe gesetzt, der einem ע ähnlich sieht, weil der dritte Teil vom ש entfällt. Dies ist deshalb hervorzuheben, weil sowohl Cassel wie Müller, welche die תשובות הגאונים nach unserer Handschrift ediert haben, statt וששאלתם =) ושש׳) oft וששאלתם עוד =) וש״ע) schreiben, was zu dem Irrtum Veranlassung gegeben hat, die תשובות seien nur Bruchstücke (vgl. Kappoport, תשובות גאונים קדמונים ed. Cassel BL 6b, 8a; Steinschneider, Randschriften-Verzeichnis der Kgl. Bibi. Berlin Bd. II. S. 14). Ein dem ע ähnliches ש kommt auch im Faksimile des von Polak edierten הליכות קדם, Amsterdam תר״ו, bei S. 262, 4 und bei Pinsker, Einleitung in das babylonisch-hebräisehe Punktations-System, Wien 1868, S. 44 Z. 3 vor. In etwas abweichender Form kommt ein solches auch bei ש Harkavy, Neuaufgefundene hebräische Bibelhandschriften, St. Peterburg 1884 Taf. I vor, siehe daselbt S. 42 Anm. c) Editio Filipowsky. Eine merkwürdige Ausgabe von Scheriras Sendschreiben, die eigentlich nur eine schlechte Hebraisierung des aramäischen Textes im Jucbasin ist, veranstaltete H. Filipowsky (London und Edinburg 1857) als Beilage zum יוהסין השלם. Zu dieser sagt Goldberg mit Hecht in der Biographie des Filipowsky (בית אוצר הספרות Abt. אוצר החכמה Seite 73—74): אגרת רב שרירא נאון מתורגם ללשון המשנה. אמר ב״ג היא היתה מלאכה שאינה צריכה לגופה ולא היה ראוי לזאת המלאכה כ* לא היה איש תלמודי. A. Epstein hat sonderbarerweise all das übersehen, da er in seiner Abhandlung מקורות לקורות הגאונים וישיבות בבל in Harkavy- Festschrift (Separatausgabe S. 8) davon wie von einer Ausgabe nach einer Londoner Hs. spricht: עפ״י כ״י לונדון נדפסה האגרת ע״י פיליפאווסקי בשומר ציון ואח־כ ביוחסין השלם. Die ״Uebersetzung“ des Filipowsky hat vom ersten Blatte in manchen Exemplaren zweierlei Texte, die von einander differieren; ein Beweis für die Schwierigkeiten, mit denen er zu kämpfen hatte. Gleich auf der ersten Seite (S. 39) ändert Filipowsky die im Juchasin unkorrekten Worte ותלמוד אי נמי zu ותלמידאי נמי und über-