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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1910-01-01 · VII. 1909 - 5670 (1910) · page 306

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VII. 1909 - 5670 (1910)
Date
1910-01-01
Page
– (sequence 306)
Language
German
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246 dentlich selten geworden und heute fast nicht zugänglich, während die späteren Ausgaben allgemein verbreitet sind. Goldberg hat durch Hervorhebung der Vorzüge seiner Ausgaben den Eindruck zu erwecken gesucht, dass die Juchasin-Ausgabe minderwertig sei, und hat dadurch die irrige Ansicht hervorgerufen, dass seine Ausgaben* insbesondere die zweite, allein massgebend sein dürften1). Tatsächlich verhält es sich nicht so. Denn die Konstantinopeler Juchasin-Ausgabe ist gar nicht als besonders schlecht zu bezeichnen, Sie ist im einzelnen auch den Handschriften des אגרת רש״ג vorzuziehen, weil unter allen diesen keine einzige ist, die nicht der berichtigenden Vergleichung mit anderen bedarf. Alle weisen eine Menge von Fehlern auf und es liegt kein Grund vor, gerade Samuel Sullam wegen seiner Ausgabe zu tadeln. Welche Hs. ihm bei der Edition des Juchasin Vorgelegen hat, können wir nicht ermitteln. Es ist möglich, dass er mehrere derselben verglichen und daraus seinen Text2) zusammengestellt hat; es ist aber wahrscheinlicher, dass die von ihm benutzte Hs. nicht mehr vorhanden ist. b) Editio Goldberg. Die älteste Ausgabe von Scheriras Sendschreiben nächst der des Juchasin, ist die von B. Goldberg im Jahre 1845 edierte (חפש מממונים, Berlin), welche auf einer gegenwärtig in der Königliehen Bibliothek zu Berlin sich befindenden Handschrift beruht3). Eine zweite Auflage, ebenfalls von Goldberg besorgt, erschien im Jahre 1873 (אגרת רג שרירא גאון). Goldbergs Ausgabe hat seinerzeit eine grosse Erregung in der Gelehrtenwelt bervorgerufen, weil man bis dahin nur den sogenannten spanischen Text des אגרת רש״ג im Juchasin gekannt hat, nach welchem רבנו הקדוש selbst die Mischna aufgeschrieben hätte, während mit Goldberg ein sogenannter französischer Text auf- *) Vgl. Epstein, מקורות לקורות תגא־נים וישיבות בבל S. 4., der sagt: תנוסח ד,עקרי תיותר מת*קן ותוא בתוצאת ב". 2) Sein Text stimmt mit keiner der uns bekannten Hss. überein. 3) lieber die Leidensgeschichte dieser Handschrift, die endlich aus Erfurt nach der Berliner Bibliothek kam, siehe Lagarde, Symmicta, Götfingen 1877, S. 157 ff. und Goldberg in Hamagid תרמ״א No. 36, S. 314.

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