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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1910-01-01 · VII. 1909 - 5670 (1910) · page 284

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VII. 1909 - 5670 (1910)
Date
1910-01-01
Page
– (sequence 284)
Language
German
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224 Xenophon *) soll diese schon von Kyros eingeführt worden sein. Die Strassen scheinen doch oft in sehr argem Zustande gewesen zu sein. Die Kriege, zunächst aber die alljährlichen Übersehwemmungen 1 2), die im tiefgelegenen Babylonien so oft durch Dammbrüche entstanden 3), richteten an den Strassen grosse Yer- Wüstungen an4). Es ist daher kein Wunder, dass von manchen Fruchtgattungen, die man in 5 כפרי) zu sechs Mass für ein Sus handelte, im nahegelegenen Sura für dieselbe ,Summe nur vier Mass erhältlich war. Als Zugtiere wurden nur Esel und Kamele verwendet. Pferde wurden im Orient nur als Luxustiere oder im Kriege gebraucht6). Die Eselstreiber hatten einen eigenen Tarif, den ältesten Zonentarif, der nach Stationen zu zehn Parsa eingeteilt war, also nach der Tagereise eines Normalmenschen 7). Diese 1J Cyropaedia VIII, 6,18. 2) Diese mögen auch die Bewohner des Landes veranlasst haben, ihre Städte wie z. B. Naresch, Waradan und Be Bari auf Bergabhängen zu bauen (Sota 10 a), was dann so manchen Bewohnern derselben, wie R. Huna, dem Sohn R. fehoschuas, zur Klage Anlass gegeben: ״Die Höhen (מוליא מולייתא— assyr. mulu= Auffüllung, Erdaufwurf, Terasse D.411) von Be Biri und Naresch haben mich alt gemacht“ (Erubin 56 a)/ In Persien werden., wie Pollak (Persien II S. 121) berichtet, noch heute Städte auf aufgeworfenen Erdhügeln errichtet; dieser meint allerdings, dass dies einer leichteren Verteidigung wegen geschieht. *) דשביחי בדקי, Erubin 21a; בדקי =assyr. butuktu, Dammbruch, Wasserdurchbrach, Ueberflutung D. 191. 41 Vergl. Kethub. 27 b. 5) Baba mez. 73 a בפרי ist wahrscheinlich die assyrische Bezeichnung für Ur(Kasdim, arabisch ״Mugajjar=das aus Asphalt gebaute“, siehe Winkler, Geschichte Babyloniens und Assyriens S. 25; also ״Kupri“ zu lesen, vom assyr. ״Kupru“, das dieselbe Bedeutung hat. Vgl. die Leseart in Baba b 152 b כופרי. c) Vgl. Aboda zara 14 b: בן בתירה מתיר בסיס, wozu Raschi: שאין מלאכתו אלא ״ לרכיבהweil man sie nur zum Reiten braucht“, ferner daselbst 16 a. Auch zur Falkenjagd wurde es verwendet Vgl. Sabbath 94 a: ומי איכא סוס המיוהד לעופות ״ .אק איבא דבי וייאדןGibt es denn Pferde, die für Vögel bestimmt sind? Gewiss, die der Falkenjäger.“ Aruch bringt s. v. באזיאר, im Namen des R. Hai Gaon, die richtige Leseart סוסא דבאזיארן: Pferd des Falkenjägers, persisch באזיאי♦ lieber den Baz und Schah Baz, die Reiher und anderes grosses Wild, vgl* Layard, Niniveh und Babylon, S. 367. ד) Vgl. Pesachim 94 a.

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