Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VII. 1909 - 5670 (1910)
- Date
- 1910-01-01
- Page
- – (sequence 282)
- Language
- German
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222 des Küstenlandes von Persien die Dattelpalme besser gedeiht,״ wie Nöldeke daselbst meint. Vielmehr war die persische Palme eine besondere Art Edelpalme, die auch, wie aus den angeführten Talmudstellen hervorgeht, in der Provinz Babel angepflanzt wurde. Zu bemerken ist noch, dass nach Tabari1) die Steuern nur dann für die Datteln galten, wenn sie in Pflanzungen oder in grösseren Massen zusammenstanden; einzelne wurden nicht besteuert, weil von ihnen, wie dies in der Anweisung Alis, des vierten Chalifen, motiviert wird, jeder Vorübergehende esse 2). Dies geht tatsächlich aus Gittin 61a hervor: יד כהנא הוה קאזיל להוצל הדיה לההוא נברא דהוה שדי אופיי וקא נתרן תמרי אזל קא מנקם ואפל אמר ליה חזי מר דבידאי ״ .שדיתינהוR. Kahana ging nach Huzel. Da sah er einen Mann Holzstücke (auf eine Palme) werfen und es fielen Datteln herab. R. Kahana ging hin, nahm einige und ass sie. Der Mann aber sprach : ״Schau, Meister! Ich habe sie mit meinen Händen hinuntergeworfen und dadurch Eigentumsrecht erworben.״ Von dieser Palme durfte also jeder Vorübergehende essen. Über die Pflege der Palmen in Babylonien jer. Jebam. XV, 3 : ״ .רב ששת שאל אילץ דיקליא דבבל דלא צרינץ מרכבאR. Schescheth sagte: Diese Palmbäume Babyloniens, die des Propfens nicht bedürfen״ und Herodot (1,193): ״Sie behandeln sie, wie Feigenbäume. So z. B. binden sie die Frucht derjenigen Palmbäume, welche die Hellenen männliche nennen, auf die Palmbäume, die Datteln tragen, damit die Gallwespe in die Dattel hineinkriecht und sie zeitigt, und damit die Frucht des Palmbaumes nicht abfällt; denn die männlichen haben Gallwespen in ihrer Frucht, wie die wilden Feigenbäume״. Vgl. auch hierzu die Stelle in Pesachim 56a: היפי עבדי ד, אחא ברי׳ דרבא אמר מנחי בופרא דיכרא לנוקבתא ״Wie machen sie dies P R. Acha, der Sohn Rabbas, sagte: Man legt die Blüte vom männlichen Baume auf den weiblichen״. Die zwei Amoräer, beide eingeborene Babylonier, hatten dieses Verfahren wohl aus eigener Erfahrung gekannt und letzterer scheint in seinen Angaben mit Herodot übereinzustimmen. Diese künstliche Befruchtung der weiblichen Palme durch männliche Blütenrispen, י) Daselbst. *) Beladhor! 271, Nöldeke daselbst Anm. 4.