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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1910-01-01 · VII. 1909 - 5670 (1910) · page 275

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VII. 1909 - 5670 (1910)
Date
1910-01-01
Page
– (sequence 275)
Language
German
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215 Tage bebauen 1). Yon der Grösse der ausgedehnten Güter wird nicht berichtet, aber häufig von Herren ganzer Städte gesprochen. III. Bewirtschaftung. Der Grundbesitzer liess seine Felder in der Regel durch andere bearbeiten. Er verpachtete sie für Geld (שכר) oder für Naturalien (2 חכר), wie im alten Babylonien 3), oder der Grundbesitzer gab seine Felder einem Teilpächter, dem .(4 «ריס ארים entspricht dem assyr. ir-ri-su; das Wort bedeutet nach Köhler und Peiser ״Bauer“, nach Winkler ״Besteller“, nach Müller ״Pächter“. Der Gegensatz hierzu ist be־el ekli gleich בעל הקלא oder בר חקולא, der Besitzer des Feldes, wie er auch im Talmud Demai IV, 1 und auch sonst oft vorkommt. Der Pächter bekam zur Zeit Hammurabis ein Halb- oder Drittelanteil, in talmudischer Zeit, wie aus Gittin 74 b hervorgeht, in der Regel bei dreimaliger Bewässerung ein Viertel des Ertrages und nur bei viermaliger Bewässerung ein Drittelanteil. Im letzteren Falle musste aber eine besondere Abmachung getroffen werden. Der Teilpächter hatte alle nötigen Wasserrinnen zu graben, der Eigentümer hatte *) Baba b. 12 a. Diese Art der Bemessung entspricht dem biblischen צמו ()es. 5, 10 und 11. Kön. 5, 17), d. h. dem mit einem )och Rindern zu bestellenden Stück Land, wie dies gewöhnlich aufgefasst wird• Anders Winkler KAT3, 339. Sonst mass man die Feldflächen wie in altbabyionischer Zeit nach dem Maasse der Aussaat, das zur Besamung derselben gebraucht wurde, Erubin 23 a. בית מי (= gur KAT. 111, 340). Nach talmudischen Angaben kam diese Fläche 1659,2 preussischen Quadratruten, d. h. ca. 9,2 preussischen Morgen gleich. בית סאה (Erubim IS) ist ein Dreissigstel des בית פי und גריוא וארעא (Erubin 14 b) ist ungefähr gleich 55,3 preussischen Quadratruten (Zuckermann, Das jüdische Massystem, Breslau 1866, S. 33 und 47). Nach Istachri, de Goeje, Biblioth. geogr. 1, 157,13 und Mefati al olum cod. Leyd. f. 22 a ist ein Garib 3600 Quadratelten. Vgl. Nöldeke, Tabari S. 242 Anm 2. Der Feldmesser hiess: משוהא, siehe Baba mez. 107 b .אדא משוחאד von משח bemessen; Targum zu Ezech. 40,20 יםשח=םוד ebenso assyrisch: masihan ekli (D. 430) talmud. משותא דחקלא von masahtt. י) Vgl. Tosephta Demai VI. An!.: תשופר במעות »ומבד בפיחת tßb מה ב? שובר. Der Pächter hatte nach talmudischer Auffassung (vgl. Köhler und Peiser § 45, Hammurabis Gesetz § 45, Müller, Ges. Hammur. S. 21) den Schaden der Missernte zu tragen. Vgl. Baba m. 101 a und Raschi zur St s) Vgl. Gesetz des Hammurabi, § 45. 4) Ibid. § 46. Vgl. auch D. 140.

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