Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VII. 1909 - 5670 (1910)
- Date
- 1910-01-01
- Page
- – (sequence 263)
- Language
- German
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203 Jzaque Mendez schloss in seinem eigenen Namen und namens des Jacob Jesurun einen neuen Vertrag mit dem Vorstande 1n Betreff der Fleischlieferung. Beide verpflichten sich, den Bedarf für die ganze Gemeinde während eines Jahres, welches am 3. Tamus 5418 abläuft, zu liefern, auch den von beiden nnterzeichneten Contract in allen Hinsichten zu erfüllen. Mittels selbigen Contracts verpflichten sie sich, dem Haim Sarruco dessen Gehalt von 460 Mark pünktlich zu zahlen und zwar immer ein Quartal von 115 Mark im voraus. Dem Haim Sarruco wurde angezeigt, dass der Vorstand mit Jacob Jesurun und Jzaque Mendez einen neuen Vertrag wegen der Fleischlieferung geschlossen habe und dass er fortan kein Stück Vieh ohne Auftrag der Genannten schlachten dürfe, auch nicht für sich selbst. (Uebersetzung.) In der Vorstands-Sitzung erscheinen die im hiesigen Gebiet zugelassenen Tudescos. Man ermahnt sie, von den hier sich aufhaltenden Soldaten keine gestohlenen Gegenstände zu kaufen; denn, wenn man in Erfahrung bringt, dass sie hiergegen verstossen, werden sie in Strafe genommen werden. Sie werden ferner angewiesen, sich nicht in Gruppen auf der Strasse anzusammeln, weil dadurch bei den Nicht-Israeliten Anstoss erregt wird. Desgleichen wird ihnen bedeutet, dass, wenn unter den Ihrigen etwas vorgeht, was uns zum Nachteile gereichen kann, sie die Verpflichtung haben, das, was ihnen hierüber bekannt ist, dem Präsidenten anzuzeigen, damit wir Vorkehrungen dagegen treffen können. Zur besseren Leitung (governo) der Obenerwähnten ernennt nunmehr der Vorstand drei deutsche Juden (tres pessoas tudescas), denen sie zu gehorchen haben, es sind dies: R. Jozeph Coen und Eliezer und Manaz 1). (Referat) 6. Tamus. Es wurden die Verordnungen (escamot) verlesen und alle die zu beobachtenden (noch in Kraft befindlichen) vorgemerkt. Der Schatzmeister Guriel wurde beauftragt, dieselben in ein be* sonderes Buch eintragen zu lassen. ‘) Die drei hier genannten bildeten also den ersten Vorstand der Deutsch-Israelitischen Gemeinde in Hamburg-