Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VII. 1909 - 5670 (1910)
- Date
- 1910-01-01
- Page
- – (sequence 262)
- Language
- German
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202 gestattet sein, den bei ihnen vorrätigen Tabak za rollen (emrölar) oder za bearbeiten (beneficiar), wie dies bisher za geschehen pflegte. Auch wird darauf aufmerksam gemacht, dass niemand den bei seinem Nächsten beschäfligten Tabaksarbeiter (offisial de tabaco) ohne Zustimmung des ersteren annehmen darf; jedenfalls hat derselbe während der Zeit bei jenem za bleiben, für welche er bei ihm in Lohn steht. 29. S i v a n. (Referat.) Der Schatzmeister Selomo Cariel wird angewiesen, dem Haham David Coen 125 ßt. Banco Geld in Amsterdam auszahlen zu lassen, welche diesem an Reisekosten zugesagt worden. Aron Senior hat eine Forderung an David Milano und wünscht, dass die Gemeinde ihm das zahle, was dieser ihm für Leistungen (Auslagen) an die Hebrä angeblich schuldig geblieben sei. Man erkundigte sich, eingehend nach dem Sachverhalt and, da sich herausstellt, dass Senior hierfür schon mehr oder weniger Deckung erhalten, liess man ihm durch den Präsidenten mitteilen, der Vorstand sei der Ansicht, dass die Gemeinde keine Verpflichtung habe, ihm irgendwelche Zahlung zu leisten. Die Vorsteher der Talmud Torä führten Klage über Ordnungswidrigkeiten in jener Anstalt und das schlechte Verhalten des ßobi Jozeph Palache. Sie brachten auch einige Anmerkungen (apontamentos) zu den Statuten der T. T. bei, welche Herr Semuel de Caserez es übernahm, zusammen mit den Herren Hahamim durchzusehen, um diejenigen Abänderungen zu treffen, welche zum Besten der Allgemeinheit und zur Förderung des Studiums der Heiligen Lehre etwa zweckmässig erscheinen. 8. Tarnus. Man lud die Robisim vor und wies sie darauf hin, dass sie die Pflicht haben, sich mit gehöriger Pünktlichkeit in der Talmud Torä einzufinden, um ihren Schülern den Unterricht zu erteilen. R. David Israel wurde bei dieser Gelegenheit wegen seiner treuen Pflichterfüllung gelobt, dagegen erhielt R. Jozeph Palache eine scharfe Rüge sowohl wegen seiner Respektwidrigkeit den Schulvorstehern gegenüber, wie auch wegen seiner bedeutenden Versäumnisse im Amte. Er entschuldigte sich und versprach sich zu bessern.