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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1910-01-01 · VII. 1909 - 5670 (1910) · page 260

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VII. 1909 - 5670 (1910)
Date
1910-01-01
Page
– (sequence 260)
Language
German
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200 Gottes Hülfe zu besseren Verhältnissen gelangen. Nachdem dem Haham solches mitgeteilt worden, antwortete er, dass er unter solchen Umständen genötigt sei, sein Fortkommen in einem anderen Lande zu suchen, obgleich er dies nur sehr ungern tun würde, nachdem er schon so lange Jahre bei dieser Gemeinde fungiert habe. Mit Rücksicht auf diesen seinen Entschluss liess man ihm sagen, dass man ihm in Anerkennung seiner guten Amtsführung ein Reisegeschenk von fünfzig Pfund (libvas sinquenta de grosos) mache 1). 9. J a r. Die Witwe Sarä Abarbanel legt in einem Gesuche dar, dass sie sich in grosser Betrübnis befinde, weil sie der Post ca. 100 Rt. schulde, wegen welcher man sie pfänden und die Briefe zurückhalten wolle, bis sie Zahlung geleistet habe. Bei ihrer grossen Bedürftigkeit sei es ihr nicht möglich, diese Zahlung zu leisten; sie bitte daher den Vorstand, ihr durch Vorschuss dieses Betrages, welcher von ihrer regelmässigen Unterstützung in Abzug zu bringen sein würde, aus der Not zu helfen. Es wurde beschlossen, die Herren Deputierten sollten unter sich einiges aufbringen, um ihr zu helfen (was auch geschah); ferner wurden die Herren H. H. angewiesen, wohltätige Gemeindemitglieder zu einer Beisteuer zu veranlassen. Das alsdann noch etwa Fehlende soll aus der allgemeinen Kasse entnommen und der genannten Witwe jeden Ros-chodes mit 7 e# in Abzug gebracht werden. Die Herren Dr. Izaque Pimentei und Semuel de Caseres wurden beauftragt, der Post gegen Quittung zu zahlen, sie aber darauf aufmerksam zu machen, dass sie der genannten Abarbanela die Briefe nicht länger als eine Woche creditieren dürfe, da andernfalls die Post den hieraus entstehenden Schaden zu tragen haben würde. Man liess auch der Witwe eine Ermahnung zuteil werden, damit sie wisse, dass, wenn sie wieder in Schulden geraten sollte, ihr niemand aus der Verlegenheit helfen werde, wonach sie sich zu richten habe. Am 16. Jar. Dem Haham David Coen wurde Urlaub nach Amsterdam ge- *) Wie man unter dem folgenden 29. Sivan ersieht, war dies gleich 125 Reichstalern.

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