Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1910-01-01 · VII. 1909 - 5670 (1910) · page 257

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VII. 1909 - 5670 (1910)
Date
1910-01-01
Page
– (sequence 257)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
93% known words query
IRI
…/3486266-3486279--2750-3488670
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

19t forderlich, hierauf hinzuweisen, damit bei dieser Gelegenheit eia jeder seinen Wohltätigkeitssinn in reichlichem Masse (com mäo larga) betätigt. (Referat.) Jzaque Machoro hatte das gerechte Decret wegen des Verbots des Rasierens mit lauten Worten kritisiert und durch sein Beispiel den Abräo Fidanque und den Jzaque da Fonseca zu ähnlichen Äusserungen veranlasst. Damit diese Verwegenheit nicht unbestraft bleibt, werden die genannten Drei vorgeladen und ihnen eine ernste Rüge erteilt. Machorro wird überdies als Anstifter zu 3 Rt. verurteilt, welche zur Vermehrung des Erträges der Purim-Büchsen dienen sollen. Es wird nochmals darauf hingewiesen, dass die Gemeinde im Verhältnis zu ihren Ausgaben nur geringe Einnahmen hat; daher soll nicht mehr als der Ertrag der Sammelbüchsen verteilt werden und zwar unter die bedürftigsten Armen der Gemeinde. 16. Adar. Es wurde beantragt, die Gemeinde solle es übernehmen, bei einem Hohen Senate (este Ille_ Senado) das Privileg zu erwirken, dass jeder der Unsrigen das Zuckersieder-Gewerbe frei ausüben darf. Man beschloss, dieserhalb Schritte durch Vermittelung des Syndicus Bordelio zu tun, denn dieser hatte sich erboten, diese Angelegenheit zu befürworten. (Uebersetzung.) Nachdem die Herren Hahamim zu verschiedenen Malen auf die Schwere der Sünde hingewiesen haben, welche diejenigen begehen, die sich den Bart rasieren lassen; nachdem sie die Mittel angegeben hatten, welche zur Abstellung dieses Uebels zu ergreifen sind, ohne dass hierdurch die Besserung und Abbülfe herbeigeführt worden, welche ihre beständigen Ermahnungen wohl verdienten; da, im Gegenteil, einige Personen so vermessen und unehrerbietig sind, bei ihrer Blindheit zu verharren, indem sie es gestatten, dass man im Beisein anderer ihnen mit dem Rasiermesser über das ganze Gesicht fährt, ja sogar, ohne richtiges Verständnis Auslegungen geben, welche sowohl der heiligen Schrift (0 sacro texto) wie auch den von unseren göttlichen Weisen (divinos sabios) gelehrten Wahrheiten zuwider lauten, —

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.