Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VII. 1909 - 5670 (1910)
- Date
- 1910-01-01
- Page
- – (sequence 237)
- Language
- German
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177 wieder ihn! übertragen. Das Gesuch wurde abgelehnt und die Lieferung dem Abram de Campos übertragen. 2. Tarnus. H. Mosseh Israel trug vor: Im vorigen Jahre habe ihm der Vorstand eine Gehaltszulage von 100.— bewilligt. Er habe nun geglaubt, dass man ihm, obschon bereits 5 Monate verstrichen waren, diese ganze Summe von ©100 ^־.— auszahlen würde. Jetzt erfahre er von Izaque Seneor, die Gemeinde hätte nur ©^ 50.— angewiesen, weshalb er um Zahlung der übrigen ©*$ 50.— bitte, da er viele Verpflichtungen habe. Das Gesuch wurde in Erwägung gezogen, jedoch abgelehnt; denn in diesem Buche stehe ausdrücklich, dass ihm die ©^ 100.— von dem betreffenden Tage an bewilligt seien; jedoch solle ihm, mit Rück* sicht auf seine bedrängte Lage, bei der ersten Gelegenheit eine Unterstützung zuteil werden. Dr. Izaque Perreira nimmt die Behandlung der unbemittelten Kranken in Altena1) mit besonderer Sorgfalt wahr und, da man sich ihm erkenntlich zu zeigen wünschte, wurden ihm seitens des Vorstandes 50.— angewiesen. 9. T a m u s. Dem Yoseph Palache sollen, mit Rücksicht auf die Störung infolge des Umbaues, in diesem Jahre nur Mk. 60.— Miete auf sein Salär angerechnet werden. Fortan soll er jedoch 70.— pro Jahr bezahlen. Vor dem Kollegium (Junta) erscheint Ishaq Fays, Sendbote aus Jerusalem. Er legt seine Briefe vor und berichtet über die Notlage in jener heiligen Stadt. Beschlossen, ihm in Venedig 100 Dos. (Ducaten) banco anzuweisen und ihm als Reisegeld 6 Rt. zu bewilligen. 11. Tarnus. Ester Messia bat, man möge ihr das Tamid (die regelmässige Unterstützung) für das nächste Jahr im voraus zahlen» da sie wegen der Miete mit Pfändung bedroht werde. Beschlossen, ihr 10 Rt. zu leihen, welche auf das Tamid in Anrechnung zu bringen sind. Jacob Ouriel gewährte ihr ebenfalls einen Vorschuss von 10 Rt., welcher in gleicher Weise zu verrechnen ist. ג) Hiernach müssen damals auch die in Altona wohnenden Sephardim der Hamburger Gemeinde angehört haben. Jahrbuch J. L. G. VII. 12