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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1910-01-01 · VII. 1909 - 5670 (1910) · page 231

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VII. 1909 - 5670 (1910)
Date
1910-01-01
Page
– (sequence 231)
Language
German
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IRI
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m Sache noch einmal gründlich verhandelt, es blieb jedoch bei dem Rechtsspruch der Hahamim und der in der vorigen Sitzung ihm angedrohten Strafe. Es ist wiederholt auf den Nachteil bingewiesen worden, der aus der hiesigen Niederlassung nicht zugelassener Tudescos erwächst. Es wird beschlossen, zu veranlassen, dass die folgenden durch die Bürgermeister ausgewiesen werden: Semuel Izaque und dessen Ehefrau, ehemals Dienstmagd bei Abram Senior Saraiva; Bel und dessen Ehefrau Lea, ehemals Dienstmagd bei Jeosuah de Palassios; Witwe Bexa (Bescha?) mit ihrer Tochter; Berendtt, der Einarmige (0 manco) und dessen Ehefrau; Mosseh Melech. In der Versammlung erscheint eine blinde Tudesca mit ihrem Ehemanne, den man ausgewiesen hatte. Sie trägt ausser anderen Gründen vor, ihr Mann sei hier nötig, um die Kinder der Tudescos zu unterrichten; sie selbst befinde sich in gesegneten Umständen und sehe ihrer Niederkunft bald entgegen (prenhe pa. cada ora). Mit Rücksicht hierauf wurde die Aus- Weisung auf später verschoben. Doch wurde Eliezer Tudesco angewiesen, gemeinsam mit anderen das Geld in Verwahrung zu nehmen, welches die Bittsteller zu besitzen Vorgaben, damit diese bei etwaiger Krankheit nicht der Gemeinde zur Last fallen. Mossö Enriques ist seiner Verpflichtung bezüglich der Lieferung der Escombrar-Kerzenl) nicht nachgekommen. Seine Entschuldigung wurde nicht angenommen, sondern beschlossen, die Lieferung der nötigen Kerzen dem Abräo de Campos zu übertragen. Am 7. Hiar. HH. Rebi Leäo bittet, namens des Mosseh Melech, diesem möge der hiesige Aufenthalt gestattet werden, da er sich doch nicht lästig mache. Da auch Jacob Curiel sich für den Genannten ins Mittel legte und sich dafür verbürgte, dass bei Krankbeits- oder Todesfall unserer Gemeinde keine Last erwachsen soll, wurde das Gesuch genehmigt. Zu Gunsten des Semuel Izaque verwandte sich Abram Seneor Saraiva, indem er unter anderen Gründen darauf hinwies, *) D. h. Kerzen, deren man sich beim גיעוד חמץ bedient

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