Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VII. 1909 - 5670 (1910)
- Date
- 1910-01-01
- Page
- – (sequence 229)
- Language
- German
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169 tun, wie in jener Verordnung vorgesehen. Wer gegen diese Verordnung, welche aufs neue bestätigt wird, verstösst und ohne Erlaubnis des Vorstandes für Fremde sammelt, soll 1 Et. Strafe * bezahlen. Der . . . Machoro soll durch den Gemeindediener angewiesen werden, mit dem ersten von hier abfahrenden Kuffschiff (charna) nach Amsterdam zu reisen. Ein gleiches ist allen hier weilenden Fremden aufzuerlegen♦ Bei Nichtbefolgang soll alles ins Werk gesetzt werden, um sie durch Befehl des Herrn Bürgermeisters von hier fortzuschaffen. Eoby Abram Meatob und Koby Mossö Athias sollen ersucht werden, je Woche um Woche dem Hazan Izaque Namias beim Revidieren des Sefer Torä nach den Büchern behülilich zu sein, was sie zu tun versprachen, Nachem schon verschiedentlich darauf hingewiesen worden, wie wichtig und notwendig es zur Förderung des Torästadiums (aumento da ley del Dio) und zum allgemeinen Besten sei, wenn der Haham Roby Ishack Yezurun in hiesiger Stadt seinen Wohnsitz nimmt, wurde diesem hiervon durch Vermittlung des Herrn David Milano Mitteilung gemacht. Letzterer berichtet, er habe ein Schreiben von dem Genannten erhalten, in welchem derselbe sich hierzu geneigt zeigt, wenngleich er noch mit Rücksicht auf die Kosten einer so langen Reise einige Bedenken trage. Da nun alle diese Schwierigkeit aus dem Weg zu räumen wünschten, wurde beschlossen, ihm durch dieselbe Vermittelung einen Zuschuss zu den Reisekosten anbieten zu lassen und ihm die Ver- Sicherung zu geben, dass man, wenn er hierher käme, sich bemühen würde, ihm ein einträgliches Amt, welches am meisten seinen Neigungen zusagt, zu verschaffen. Man bestimmte für ihn als Geschenk 120 Dos. (Ducaten) Banco, welche ihm in Venedig angewiesen wurden. 29. Nissan. David Oeb hat einen Prozess mit Mossö de Vargas, in welchem Abräo Fidanque und Mordochay Fransses als Schiedsrichter fungieren. Da diese aber so nahe Verwandte sind, will er, und zwar unter Berufung auf das Din de Israel, nicht zugeben, dass dieselben weiter verhandeln oder einen Spruch in der Sache abgeben, trotzdem sie bereits den Jacob Baruch