Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1910-01-01 · VII. 1909 - 5670 (1910) · page 220

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VII. 1909 - 5670 (1910)
Date
1910-01-01
Page
– (sequence 220)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
89% known words query
IRI
…/3486266-3486279--2713-3488633
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

160 wahren, jedoch sollen ihm als Beihülfe zur Auslösung seiner verpfändeten Habe 150 bewilligt werden. Am 1. H e s v an. Es gelangte ein Gesuch der Lea de Prado, Mutter des Dr. Prado, zur Verlesung, in welchem sie um Beihilfe zu den Kosten der Reise von hier nach Amsterdam bittet. Ihr wurden 36 o# bewilligt. Am 25. Hesvan. Man verlas ein Unterstützungsgesuch des Manoel de Campos. Ihm wurden 18. — bewilligt. Am — Kisleb. In der Versammlung erschien der H. H. Natan Safira, Abgesandter der Tudescos in Jerusalem. Er überreichte Briefe, in denen die infolge Ausbleibens der Hiilfsgelder aus Polen herrsehende grosse Not geschildert wird. Beschlossen, ihm in Venedig den Betrag von 100 Rt. auszahlen zu lassen. Am — Tebett. Es erschienen die Vorsteher der Talmud Tora und legten dar, der Roby Mosseh Athias habe eine übergrosse Anzahl Kinder zu unterrichten, sodass er unmöglich allen den Unterricht in gehöriger Weise erteilen könne; dahingegen habe der Roby Joseph Palache an der Erlecheite (Herrlichkeit1) nur sehr wenige Schüler, für welche es genügen würde, einen anderen Roby mit geringerem Gehalt anzustellen. Sie bringen daher in Vorschlag, Palache solle gemeinsam mit Mosseh Athias abwechselnd Woche um Woche fungieren, was für die Talmud Tora besser sein würde. Der Vorstand erklärte sich hiermit einverstanden. Roby Palache machte zunächst Schwierigkeiten, erklärte sich aber schliesslich bereit, das Amt gemeinschaftlich mit Mosseh Athias wahrzunehmen. Da es nun galt, einen jungen Mann zu finden, um die kleinen Kinder an der ״Herrlichkeit“ zu unterrichten, meldete sich Jacob Yesurun und bat, man wolle seinem Sohne Yzaque Jesurun dieses Amt geben; eine solche Beschäftigung ,würde demselben sehr zum Vorteil gereichen und ihn vom Müssiggang abhalten, dem er sich *) Für die nichthamburgischen Leser sei bemerkt, dass ״die Herrlichkeit“ eine alte, enge Gasse ist, in der sich heute grösstenteils Speicher befinden.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.