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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1910-01-01 · VII. 1909 - 5670 (1910) · page 192

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VII. 1909 - 5670 (1910)
Date
1910-01-01
Page
– (sequence 192)
Language
German
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132 aus dem arabischen hawä’ ״leerer Luftraum“ fortgebildet ist, nicht annehmbar, um so weniger, als dieses Wort ein Adjektiv ist, während die mischnische Genitivverbindung נדרי הבאי, talm. שבועות הבאי zeigt, dass ein Substantiv verwendet ist. Vielmehr ist m. E. das arab. $Cp zu vergleichen ״feiner heramfliegender Staub“, Härith 12, Häschimijj. 3, 111, ״Sonnenfäden Dunst, der im Hause infolge der Sonnenstrahlen sich zeigt“, daraus ״Nichtiges“. Es ist also dasselbe Bild, wie bei סבל , das ursprünglich ״Hauch des Windes“ (Jes. 57,13), des Mundes, Ausdünstung (Jebam. 80b), dann die Nichtigkeit bedeutet. — Die Araber selbst verwenden jenes ha bä’ bildlich für ״Menschen mit geringem Verstand“ (an-näsu al-qalilu’l cuqüli), also ״Nichtige, Eitle“; das berechtigt uns, das mischnische Wort als den gleichen Tropus anzusehen. IV. קניבת הירק. Das Wort bedeutet Edujoth IH,3b, Talm. b.Sabbath 114b, 115a und an anderen Stellen die überreifen, welken Blätter am Kraut; daher z. B. אין מחייבין אותו לאכול קניבת ירק ולא פת שעפשה (Tos. Scheb. VI Anf.) ״man verpflichtet jemanden nicht, die welken Blätter von Kraut oder schimmliges Brod (des Schebilt-Jahres) zu essen“, weil es nicht tauglich zum Essen ist (s. Levy Nh Wb IV, 333, wo noch weitere Stellen). Es entspricht dem arabischen äjL3 und 1_AÜ3, das über den Gräserpflanzen liegende, es überdeckende Blatt. Die Bedeutung des Überreif-, Welkseins, die dem Hebräischen eigentümlich ist, ergab sich aus der des umgebenden einhüllenden Krautblatts leicht, weil eben dieses zuerst von allen Blättern welk wird. Grundbedeutung ist ״das Einhüllende, Umschliessende“; daher arabisch qunb ״membrana, in qua animal veretrum recondit“ (lAthir I, 463, Z. 5 v. unt.) Erst von diesem Substantiv abgeleitet ist das talmudische Verb ״ קנבein solches welkes, loses Blatt abreissen“; z. B. Schabb. 73 b ״ האי מן דקניב סילקא חייב שתים אחת משום קוצר ואחת משום זורעwer welke Blätter von סילקא abreisst, ist schuldig wegen des Erntens und wegen des Säens (weil dadurch das Wachsen der gesunden Blät-

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