Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VII. 1909 - 5670 (1910)
- Date
- 1910-01-01
- Page
- – (sequence 191)
- Language
- German
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131 (z. B. Mafaddalijjäl 15, 9; IAthir I 448, 4); auch das Particip 6 * ' Qal welches dem Singular des עולים genau entspricht, bedeutet ״arm“ (cUrwa VI, 5, Chansä2 36, 5). Van dieser Wurzel die sonst dem Hebräischen verloren gegangen ist, scheint die Misc-hnazeit noch eine lebendige Kenntnis gehabt zu haben. Auch Hieronymus wird mit seinem ״parvulos“ (zu 23, 10) an sie gedacht haben, denn das arab. cajjil bedeutet auch die unterhaltbedürftigen Angehörigen, Frau und Kinder; vgl. hebr. עויל ,עול.." syr. עול ״Kind“ 1). IH. הבאי Nichtigkeit. In der Mischna Nedarim III, 1 werden ״ בדרי הבאיGelübde der Nichtigkeit, der Unmöglichkeit“ solche genannt, bei denen jemand Behauptungen macht, die sachlich undenkbar sind, z. B. אם לא ראיתי בדרך הזה כעולי מצדם u. a. Der Talmud Nedarim 24 b fügt noch שבועות הבאי hinzu. — ß. Nissim z. St. will zur Erklärung das Targumwort הבאי heranziehen, das für hebr. ״ שמירDornen“ Jes. 27,4 stehe. Es findet sich aber sowohl hier im Targum הובאי, wie auch im Targum zu Jes. 7, 23. 24. 25; in Hiob 30, 4 הובי (für hebr. מלוח), in Targ. Jer. zu Num. 33, 41 שדו בצלמונה אתר הובאי ובור. Vgl. auch LevyTW. I 191. — Wie schon beide Worte selbst verschieden überliefert sind, so liesse sich auch schwerlich der Begriff ״Nichtigkeit“ aus dem von ״Dornen“ ableiten. — Im Talmud Chullin 90b findet sich in gleicher Bedeutung in unseren Ausgaben הואי in der Bedeutung גוזמא; es heisst da: דברה תורה לשון הואי דברו נביאים לשון הואי דברו חכמים לשון הואי וכר. Aber alte Quellen haben auch hier die Lesart הבאי; so die Parallelstelle Tämid 29a, Arükh unter d. W., Easchi zu Deut. 1, 28, wie schon Midrasch Jalqüt zur letzteren Stelle, worauf Kohut verweist. Nach alledem wird man bei der Erklärung von הבאי auszugehen haben, welches in den erstgenannten Stellen ja das einzig, in den letzten das vielfach überlieferte ist. Daher ist Kohuts Hinweis auf das persische hawa’i ״leer, eitel“, das übrigens erst *) Wie ich nachträglich sehe, hat auch G. Beer in Nittels Bibelausgäbe, gewiss ohne Kenntnis der Mischna, das hebräische Aequivalent dieses arabischen Worts in Prov. 23, 10 wiederfinden wollen.