Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VII. 1909 - 5670 (1910)
- Date
- 1910-01-01
- Page
- – (sequence 158)
- Language
- German
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98 sagt Ja, er habe denn Zann von Meister Baltzern dem Scharffrichter und die Schwalbe von einem Weibe erkauf ft, 41. Worzu er dann die beide stucke gebraucht, sagt, er habe sie neben andern obgesatzten Stückenn mit seiner Zauberey gebrauch#, Hierauff Jst er mit messieger Scherffe angrieffen und also uff alle obgesatztte Puncten auch in der Pein verharret, Volgendes tages als den 17. Januarij seindt dem gefangenen Luppoldt Jüdenn alle vorgeschrlebenn Articul in der guethe underschiedtlichen vorgelesenn worden, hat die abermals richtigk gestandenn, und darbey beharret, das er auch darauff sein ende schliessen und wie ein frommer Jude in seinem glaubenn sterbenn woltte, Anno 1573, 28. Januarii oder Mitwochs nach Sexagesimae vor Fastnacht, hat Luppoldt Jude zu Berlin vor gehegter Bank alles geleugnet, do er das Zauberbuch am Halse, der Scharffrichter aber Ihn auff dem Berlinischen Rathause gepeinieget. das Ihme das Bluet zum Halse ausgeloffenn, darnach alles bekandt und uff seine Aussage und Bekentnus bestendigk vetfiarret, Ist!0 mahl mitt gluenden Zangen grieffen od gerissen gezwackt, darnach auff dem Heuen marckt mit 4 Stossen gerädert, darnach uff ein Tisch gebunden, die Virilia abgeschnitten, den bauch aber auff die brüst aufgehawen, mit einem beil, das Hertz ihm aufs Maul geschlagen, die Intestina in ein Zuber geworffen, den Kopff ab, den Corper in viertel zerbawen, die Viscera samt dem Zauberbuch vfm Newenmarkt verbrandt und an die wegstrassen an galgen bei den Fuessen und henden aufgehenckt, der Kopff uff S. Georgens Thor auffgesteckett, Und sollenn noch vier Vrthel vber Ihn geholet sein, in welche das die verwirckte und zuerkantte Straffe an seinem Leibe nicht hat können vollbracht werden. : vm. (Kgl. geh. Staatsarchiv Kep. 21, Nr. 202). Allerdurchlauchtigster Grossmechtigster vnnd vnnterwindtlichster Römischer Kayser allergnedigster Herr, E. Rom. Kay. Maj. Kan ich arme wittfraw meiner anliegenden vnnd eussersten Hotturfft nach in allervnderthenigster Demut anzulangen vnndt mein Ellendt zuclagen nit vmbgehen. Vnnd erinner E. Kay. Maj. mit bekumbertem gemüt vnd schmerzen, Welchermassen mir’ mein lieber Hausswirt seliger Leopold Jud, So weillandt dem durchlauchtigsten Hochgeborenen Fürsten und Herrn Herrn Joachim Marggraffen zu Brandenburg Churfürst hochloblicher vnnd seliger gedechtnus ihn die zwanzig Jar treulich vnnd woll gedienet, dass ine auch S. Chf, g. letzlich zu einn Munzmaister zu Brandenburg genedigst vorordnet haben. Aber hernach durch den Jetzigen Churfürsten, als Sein Chf. ins Regiment khumben, auss einem unuerschulten gefassten Vordacht, alss solte er mit