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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1910-01-01 · VII. 1909 - 5670 (1910) · page 159

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VII. 1909 - 5670 (1910)
Date
1910-01-01
Page
– (sequence 159)
Language
German
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99 Seinen Chf. g. verstorbenen Herrn Vatters ime vertrawtten Gutt nicht trawlich umbgangen sein, do er doch all sein Einnemben vnd ausgeben mit ordentlichen getannen Raittung vndt quittungen bescheinigt vndt dargethan. vom Leben zum Todt gebracht, vnnd all sein vorlassen Gut eingezogen, Dardurch Ich armes weib sambt Neun vnerzogenn kleinen Kindern ins eusserste Ellenndt Nott vnd armut getrieben worden. Das wir nunmer negst Gott nichts mehr, dann wie wir gehen vnd stehen weder vmb noch an haben. Und vnss an Bettelstab halten vnnd ernehren müssen. Ob ich nun woll weiss das Seine Chf. g. Alss ein gerechter Christlicher Herr vnnd Churfürst diese handlung für sich selbst nicht f .rgenomben, Sonder allein durch vnssere missgünstigen, welkhe meinem Hausswirt seine Narung vnnd auffnemben nit vorgunne, angetrieben wordenn die doch do ess seinne Chf. g. hatten datzue khumben lassen, nit das allerwenigste betrieglichs auf! meinen Man der nun an der warheidt darthuen vnnd beweisen khunnen. So hab ich doch armes weib von solcher eingezogenn verlassenschafft so sich in ettlich viel tausend Taller erstregkt, ’ bisherr noch nichts bekhumben kunnen. Vnnd muss alss noch datzue Gott erbarmess meines Mannes vnschuldt vnnd Todt auch mit meiner armut betzalen helffen. Gelanget derwegen an Euer Kay. Maj. meine vnd meiner Kinder demütigste vnnd vnderthennigste Pitt, die geruhen mich an hochstgedachten Churfürsten zu Brandenburg meinen gnedigsten Herrn mit Kaiserlicher Gnaden zuuerschreiben vnnd zuerbieten, das sein Chf. g. mich armen der vnschuldt nicht wolten entgeltten lassen, Sondern die Genedigste Verordnung thun das mir solche meines Mannes farnus vnnd verlassenschafft wieder gegeben vnnd geuolget, daruon ich meine arme kleine waisen erziehen, vnnd nit so gar mit Zwayen Netten, das Ich meines Mannes vnd desselben Guts entratten musste, ge• schlagen vnndt ins Ellendt vndt eusserst verderben neben meinen Kindern gesetzt werden möcht, vnnd Thue E. Kay. Maj. alss einenn Christlichen Kayser vnnd aller armen witwen vnnd waysen beschirmer, mich sambt meinen kindern Inn derselben Schutz vnnd Genaden allervnderthennigst beuehlen. E. Rom. Kay. Maj. Allervnderthenigste Gehorsamiste Madalena weilandt Leopoldt Juden arme nachgelassenn wittib sambt neun vnnerzogenen Kindern 8. Februar 7 4. IX. (Kgl. geh. Staatsarchiv Rep. 21, Nr. 202.) Maximilian der ander von Gottes genaden Erwelter Römischer Kaiser zu allen Zeiten Merer des Reichs

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