Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VII. 1909 - 5670 (1910)
- Date
- 1910-01-01
- Page
- – (sequence 157)
- Language
- German
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97 auch einmahl in einer gestaldt eines schwartzen Hundes zu Ihme kommen» It er hefcte auch bisweillenn eine stunde» so in seinem Büchlein geschrieben stünde» darzu gebrauchett» 34. Volgends ist der Jude befraget» dieweil er, auch noch eine Person im Absterbenn des Alten Herrn hochloblicher gedechtnus zu Köpenick allein in der Cammer gewesen» so wollte man von Ihme wissen wie und welcher Gestaldt der alte Herr vom Leben zum Tode gekommen, Darauff hat er gesagt, er selbst habe den Abendt dem Herrn selieg mit einem Trank als sich Ihre Churf. G. zu Bette legen wollen vergebenn, Ihre Churf. G. als sie eine weile gelegenn, ein brechen ankommen und also ein brechen und in einer Ohnmacht dahin gegangenn, 35. , Was er dann zu solchem Tranke gebrauchet, sagt er habe neben einer Muscaten und Langen Pfeffer, Oel, Huettenrauch und Mercurium Supplimatum darzu gebrauchet, 36. Wo er dann den Mercurum Supplimatum zu wegenn gebracht habe, dieweil die Apoteker solchen vertrawen, und losenn leuthenn, sondlieh den ]udenn nicht zuuerkauffen pflegenn, sagt weil er Müntzer gewesen» und mit Silber umbgegangen, hette er denn aus der altenn Apoteckenn, unter dem Schein, als wollte er etzlich goldt damit schmidig machen erlangett, 37. Hierauff der Jude wieder gefragett und Ihme gesagt wogienn» es sey unglaublich das er selbst seinen eigenen Herrn, der Ihn wohl leiden können, Ihme auch gnadt und guthes gethan so bösslich soltte vom Leben zum Tode bringenn, und man müsste Ihn das mitt ernst abfragen, darauff sagt er, es wehre wahr, er hette es gethan, und wollte darauff leben und sterben, 38. Hierauff weiter befraget, dieweil er so bestendigk darauff verharrete und gesagt er woltte darauff lebenn und sterbenn, was Ihn dann darzu verursacht hette, sagt er, es hat der alte Herr selieger eine stadtliche Kettenn ungeuehrlich 700 Kronen und 50 werdt verlohrenn» die hette er Ihrer Churf. G. neben einer kleinen etwan von 30 Reinischen goldtstücken und neben 3 Kleinnodien gestolen, und dieweill man gar hefftigk nach den Ketten gefraget, It. auch letzlichen Ihn darrein vielleicht verdacht» aus denen Ursachen und darumb hette er die böse That an seinenn selbst eigenen Herrn begangen, damit also nicht ferner nach den Kleinodien und Ketten getrachtett und der begangene Diebstal nicht möcht offenbar werden, 39. Weiter gefragt, wo er dan die erwenthe Ketten und Kleinodien gelassen hette, sagt, er habe sie zusammen in der Muntz in dem grossen Keller in einem kleinen Kestlein in die erden neben 3000 tha an goldt und Thalern, so in einem leddem Beuthel gewesen, begrabenn, 40. Hierauff ist er von dem Schaiffrichter gefragt, ob er nicht einen Zan von einem schwartzen Hunde und eine Schwalbe erkaufft, von wehme* Jahrbuch J. L. Gr. VH. 7