Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VII. 1909 - 5670 (1910)
- Date
- 1910-01-01
- Page
- – (sequence 155)
- Language
- German
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95 und Ihrem Manne wieder einigkeit gemacht wurde, wehre aber darauff nichts ervolget, 17. Wie man dan diese Kunst zugericht, sagt* man gebrauche menschen Knochen darzu, sie werden zu Pulver gebrandt mit den zauberischen Characteren und in des Teuffeis und in der beiden Personen Nahmen zugerichttet, 18. Ist gefraget, von wehme er die Kunst gelernet, sagt er habe es von der alten Priestin, welche es vieln Leuthen nunmehr todt, geiernett, 19. Ob er auch die Kunst an Jemands mehr gebrauchet, sagt Ja, er habe es an Baltzer Seigermachern gebrauchet, und wie Baitzer Uhrmacher mit der Ersten Kramerin gebuhlet, do hette sie Ihme 5 Tha gegebenn das er zwischenn dem Uhrmacher und seinem weibe die Uneinigkeit angerichtett, 20. Wieder gefragt, ob nicht mehr Künste in seinem Buch beschrieben wehren, sagt Ja, es stehet auch darinnen, wie man den jungen Madel ein und Weibern etwas zurichten konnte, das sie einen lieb gewinnen, und das geschehe mit Pulver von eines Menschen Toden Kopf. 21. Jt. er saget ferner, es stünden auch Künste in seinem Buch, wie man den Menschen küntte schaden thuen, das sie dauon sterben müssen» auch jungen Kindern, das sie über 3 tag nicht leben können, und das geschee, wen man des Bades haben kontte, darin die Menschen und Kinder gebahtt haben, das wirdt mit Teuffels Kreutern und der Personen Nahmen zugerichtet. 22. Weiter gefragett, dieweill er ein Jude und von Natur keinem Christen weder treu noch holdt, hinwiederumb auch die Christen dem Juden nicht günstig wehrenn, so soltte er berichten, ob nicht derer Kunst auch Eine in dem Büchlein stünde, das einem die Leuthe müssen holdt sein, darauff sagt er Ja, es stünde eine solche Kunst darinnen, wie man machenn soltte, das man der Leuthe gunst hette, 23. Weiter gefragt, ob er dan auch solche Kunst gebraucht und gegen wehme, sagt Ja, er habe die Kunst gegen seinen Herrn denn alten Churf. Hochloblicher und Seeliger Gedechtnus gebraucht, das er Ihme gnedig sein und umb sich dulden solle. 24. Weiter gefragt, wormit er diesse Kunst zugerichtett und was er darzu gebraucht, sagt das er von des Herrn Haren, Rocke, Hosen und andern gebraucht habe• 25. An welchem Orth er diese Kunst gebrauchet, sagt alhier und sonderlich zu Grimnitz, aldo habe ers vor dem kleinen Wendelstein unter einer schwellen eingegrabenn, 26. Weiter ist der Jude befragt, dieweil er selbst guthwillig bekandt, das souiel böser Künste in vermeiten seinem Buchlein, von wehme er die gelernet hette, sagt er habe solche Kunst von den vorgeschriebenen beyden Juden zu Prag und einer mittelmässigen Christen widtwen gelernet, 27. Hierauff den Juden weiter gefragt, dieweil er von soviel Künsten berichtett htete, ob er nicht wüsste was das vor eine Kunst wehre, welche