Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VII. 1909 - 5670 (1910)
- Date
- 1910-01-01
- Page
- – (sequence 154)
- Language
- German
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94 Kreis gemacht, und in demselben Linkes herumb gegangenn, den Teuffel beschworenn, das er an dieselbe Stelle zu Ihme kommen und sich mit Ihme verbundenn, das er Ihme Jedesmals fragenn würde, das wolte er Ihme berichtenn. 9. Weill Ihme dan der Teuffel seinen Willen zu thun zugesagt, ist die Frage, was der Jude dem Teuffel hinwieder zugesagt, dann es müsste ja ein schlimmer Teuffel sein, der sich von einem losen Judenn, ohne sondere grosse Zusage dergestalt bannen Hesse, saget er habe Ihme hinwieder versprochen, was er von Ihme begerehte, das wollte er mit seiner Hülffe ausrichtenn, den Leuthen schaden zu thuen, und was er sonsten woltte. 10. Weiter ist der Jude befraget, ob er dem Teuffel nichts mehr zugesagt, denn es wehre ja nicht wohl zu glauben, das er Ihme umb eine solche geringe Zusage dergestaldt wie er ausgesagt, sollte Gehorsamen, lind sich Jedesmal wan ers haben woltte von Ihm bannen lassen, darauff sagt der Jude, er habe Ihme neben das er den Leuthen woltte an allen enden Schaden zufügenn, versprochen, das er auch letzlich mit Leib und Seele woltte sein eigen sein, 11. Weiter ist der Jude befragt worden, was dan mehr vor böse Künste in dem Büchlein beschrieben wehren, sagt das auch eine Kunst von einem schwartzen Hane darinnen sey, wie man den mit Teuffelischen Karacteren vnd Nemblich 9 Fädenn durch eine Nadel gefedenet, vnd dem Hane durch die Zunge gezogenn, soll zurichtten vnd den Leuthen damit schaden zufügenn, 12 Weiter ist der Jude befragt, wie mann denn Leuthen Schadenn zufüge, hierauf sagt er, man müsste den Hanen in des Teuffels und der Personen Nahmen, welchen man schaden zufuegen woltte, wie oben stehett zurichten, und in ein Topf thun und in derselben Behausung under einer Schwellen oder sonstenn eingraben, 13• Weiter gefragt, ob er dann auch Jemals solche Kunst gebrauche♦, und kegen wehme, saget Ja, er habe einen solchen Hanen vber Conradt Schreckenn den Itziegen Muntzmeister zugerichtett und forn in der Müntz in dem Kleinen Stublein gegen der Gassen eingrabenn, 14. Warumb er gemeltten Conradt Schrecken den Topf eingegrabenn sagt darumb, das er kein Glück in der Müntze habenn, und das Ihme und den Seinen nicht darinnen wohl gehenn solle, 15. Jt wieder gefragt, was dan mehr vor Künste in seinem Buche stünden, sagt es stünde auch darinnen, wie man zwischen Eheleuttenn Zwiespaldt sollte anrichtten, das sie einander Feindt würdenn, 16 Ob er dann auch solche Kunst gebrauchet, sagt Ja er habe die an einem Bürger Urban Kemnitzen gebraucht, und zwischen Ihme und seiner Frawen die Vneinigkeit ausgerichtet, das sie einand weder hören noch sehen mugenn, Es habe aber hernachmals des Kemnitzen Weib bey Ihme Rath gesucht und Ihme 5 Tha. gegebenn, das er helffen wolle, das zwischen Ihr