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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1910-01-01 · VII. 1909 - 5670 (1910) · page 153

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VII. 1909 - 5670 (1910)
Date
1910-01-01
Page
– (sequence 153)
Language
German
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93 vornehmen lassen. Welchs wir E. Churf. g. der wir zu underthenigsten Diensten gehorsamblich Jder Zeitt gevlissen und bereidt, uff empfangenen Beuehlich nicht haben vorhaltten sollen, Und thuen uns E. Churf. g. zu gnaden beuehlen, Datum Berlin, Dinstags nach Letare Anno 72. Ew. Churf. Gn. Underthenigste gehorsame Diener und Underthanen Georg von Arnim Christoff lieyenburgk Sigmund Rosenecker und Conradt Schreck. VII. (Kgl. Hausarchiv K. 116 F. G.) Luppoldtjudenn Uhrgicht, 1578. Des Luppoldt Juden seine Uhrgicht, so er Anno 1573 denn 16 Januarii auf nachfolgende Fragenn in der guthe bekandt und ausgesagtt hat.* Erstlich ist er befraget, ob die ubriege seine Aussagen richtigk, ob er der bestendigk und darauff zuleidenn gewertigk sein woltte, was Ihm zu Rechtt zuerkandt würde, Darauff der Jude geantworttet, er sey seiner voriegen Uhrgicht ein״ gedenk und gestendigk, wollte darbey verharren und darauff leiden, was Jhme zu Recht zuerkant wirdt, es wehre zum Toit oder zum Lebenn, It er hat auch darauff gebethen, Ihn mit der Pein zu verschonen, er woltte sonsten in guethe sagen, was Ihme bewusst, Weiter gefraget nach dem er jüngst ausgesagt und bekandt, das Seine Tochter das bewusste Büchlein neulicher Zeit erkaufft, solches köntte man Ihme aus den Uhrsachenn, das er den mehrern theil in hebräischer Sprach geschrieben nicht glauben, darurib soltte er sagenn, wie lange er das Buch gehabtt hette, Sagt er hab es ungefherlich 15 oder 16 Jhar langk gehabtt, 3• Weiter befragtt, wie er dan solch Buch bekommen, sagt er habe es zu Präge von zween Judenn, do der eine Smolle und der ander Jacob Jude geheissen, also beschrieben bekommen, 4 Jt. Ob nicht dieselben beide Juden noch am Leben, weis nicht, ob sie noch am Leben oder todt sein. 5. Ferner gesagt (gefragt), was es denn für ein Buch sey was darinnen geschrieben, sagt es sey allerley darinnen geschrieben Guths und böses, 6. Was dan guthes darinnen sey, sagt es sein allerley guthe Recepten vor allerhandt gebrechen, und etliche stucken von der Allchamey darinnen, 7. Dieweill er dan wie obstehet, ausgesaget, das auch viel Böses darinnen sey, soll er berichten, was es wehre, sagt er, es wehre ein Stucke darinnen, wie man denn Teuffel in ein Glass bannen soll und sonsten andere Künste mehr. 8. Wie dann solch Teuffels Bannen zugehe, sagt er habe hinder seinem Hause am Wasser bey der Sprew in Mitternacht einenn grossen

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