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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1910-01-01 · VII. 1909 - 5670 (1910) · page 151

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VII. 1909 - 5670 (1910)
Date
1910-01-01
Page
– (sequence 151)
Language
German
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91 seinem angeben nach bey der Liefferung sollen gewesen sein, Unter welchen Pantel Thumb und Mathias Cammerknecht gewesen, die woll ausgesagett, das Lippolt seiner Churf. g. etzliche mall gelt in Secken zugestellet, dieweill aber s. Churf. g. dasselbe nicht allemall zellen lassen, auch woll seihst ohne die Diener vorbewusst ausgeben, konnten sie, ob es souiell als Lippoltt angeben, nicht eigendtlich berichten, und konte woll mehr oder weniger ge* wesen sein, und dieweill wir dieser Posten halben kein eigendtlich getzeugknus oder gewisse nachrichtunge haben können, stellen E. Churf. g wir underthenigst heim, ob sie dem Juden obgemelte Posten wollen gestehen und passiren lassen, wie dan der Jude selbst diss alles uff E. Churf. g. gnedigst erkendtnuss will gestalt haben, Und wan sich also E. Churf. g. uff dieselben Summen, welche E. Churf. g. Herrn Vätern sollen zugestalt sein, gnedigst erkleren, wehre derselbigen Rechnung, souiell die aussgabe belangtt, auch abgeholffen. Es bericht auch der Jude, das er auss Hochermelts E. Churf. g. Herrn Vaters beuehlich Ihren vielen gelt geben von denen ehr nicht alzeit quitantzen erlangen mugen, Wie dann Balthasar Schopf über 300 R. mehr von Ihme empfangen, dann seine Quitantzen, welche sich uff 1747 R. erstrecken, da ehr doch 2066 R. selbst bekendt, aussweisen, ln gleichen auch Balthasar Urmacher etzliche Posten ausserhalb der Quitantzen gestanden, dieweil ehr auch von E. Churf. g. Herrn Vätern nicht allein wan ehr seiner Churf. g. selbst, besondern auch derselbigen Diener und andern Personen geldt geben, keine Quitantzen haben können, und mit den Worten abgewiesen worden dass S. Churf. G. Ihme Quitantz genugk wehren, will ehr uff E. Churf ggnedigste erklerung stellen, ob sie dieselbig Posten fechten, oder sich nochmals dehrer bey denjenigen erkundigen wollen, welche wir Ihres abwesens halben uff nichts befragen können. Gegen diese Itzo gemelte Rechnung der aussgabe haben wir befunden, das ehr eben die Zeitt von A O. 56 biss uff 63 von den Juden an Tributt und straffen 10117 R. 9 g 6 4 eingenohmen hatt, nach welcher Rechnung E. Churf. g. dem Juden 805 R. 20 silberg. schuldigk bleiben, die ehr über die einnahme ausgeben haben wil. Und als sich der Juden neues und letztes privilegium Ao. 64 anfangett, in welchem der vorige Tributt geringertt, haben wir aus seinen Jüdischen und verdeutzschten Rechnungen seine einnahme von der Zeitt des neuen Privilegii bis auf das 71. Jhar uff 6178 R. 15 silbergr. 2 4 die aussgabe aber derselbigen Zeitt uff 5236 R. 15 silbergr. beneben 200 Thaler so ehr lautt der Quitantzen vor Luthers Haus geben, befunden, daher ehr E. Churf. g. an denselbigen Jharen 714 R. schuldigk bleibtt. Die gantze Summe aber aller seiner einnahme erstrecktt sich uff 16298 R. 17 silbergr. 5 4 dargegen der aussgabe uff 16388 R. 2 gr. 8 4 Daran E. Churf. g. der Jude (muss heissen: »dem Juden“) 89 R. 5 gr. 8 4 schuldigk bleibtt Vnd ob sich woll aus seinen Rechnungen befindet, das ehr am Juden Tributt 250 R. mehr eingenohmen, so berichtt er doch, das ehr dieselbfgen 250 R. von den Juden nicht einbringen können, ob ehr sie woll zuempfangen

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