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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1910-01-01 · VII. 1909 - 5670 (1910) · page 143

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VII. 1909 - 5670 (1910)
Date
1910-01-01
Page
– (sequence 143)
Language
German
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IRI
…/3486266-3486279--2636-3488556
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83 schwer muntz zum Tribut zugeben, auch drey thausend tnarck fein Silber auff die muntz zu liefern, So bitten wir auch S. Churf. g. vnderthenigst fleisses S. churf. g. wollen sich vnser gnedigst annemen vnd erbarmen» vnd auf die Artikull, so wir S Churf. g. hiemit zustellen, auch S. Churf. g. albereits vbergeben, auf einen jeden Jnsonderheitt was Recht vnd die pilligkeitt ist beschaffen, Es werden auch S. Churf. g. daraus so viell be' finden, das Lippoldt vns vor keinen Obersten leidtlichen Jha S. Churf. g. muntzordnung mher schedlich dann furderlich, S. Churf. g. wolten sich hierinn gnedigst erzeigen, dasselb wollen vmb S. Churf. gn. wir vnderthenigst zuuordienen gefliessen sein. E. Churf. g. vnderthenigste Die gantze Judenschafft |nn der gantzen Mark zu Brandenburg^ Worauf den Churf. Brandenburgischen vorordneten Herrn Commissarien Erscheinen alle vnd jede Juden vnd bringen nachfolgende artikull klagen vnd widder Lippoltt Juden ihren Obersten klagends vor, mit bitte dieselben alle dem durchlauchtigsten hochgebornen Fürsten vnd herrn, herm Joachim Marggraff zu Brandenburgk und Churfurst ihrem gnedigsten Herrn zu berichten, vnd vnderthenigst zu bitten, das E. Churf. gn. darauff was Recht vnd die pillickeit ist beschaffen wollten. Und sagen erstlich wie hochgenendter Churfürst von ihnen den genente Juden gnedigst begerdt ihren Churf• g. jherlich vierhundert gülden schwerer muntz zum Tributt zu geben, vnd denn drey thausendt marck fein Silber jherlich auff die Muntz zu lieffern, Als nhun die genendte Juden hochgenendter ihren Churf. g. zugehorsamen sich schuldigk erkennen, haben sie solche vnderthenigst gewilligt, wie sie denn ihren Churf. gn. solch 400 G. schwerer Muntz jherlich zum Tribut zu geben vnd dann 3T Marck fein Silber auff die Muntz zu liefern hiemit Zusagen, vnd haben sie die Juden unter sich die Taxa vnd austheilunge machen wollen, wie viell jeder zum Tributh geben, auch zu seinem antheill der 3T Marck fein- Silber liefern sollt, damit gleichheitt gehalten vnd keiner vber Vermögen beschwerdt würde, Lippoldt Jude aber hatt die Taxa vnd austheilung machen vnd aus hass vnd neidt etzlichen die anzall auf liegen wollen, welche ihnen zuerheben vnd zuerschwingen vnmügiich, hatt sie auch zum schein als wolten sie solche Churf. gn. nicht willigen, alle bestrickt, vnd darnach ihrer vier Jnn thorn geworffen, Als sie aber die 400 G. schwerer Muntz Churf. gn. zum Tributt zugeben, desgl. 3 t Marck fein Silber auf die Muntz jherlich zu liefern allbereidt gewilligt vnd zugesaget, was vnd warumb hatt Lippoltt Jude dann sie bestricken vnd darüber noch vier jnn die thorn werffen derffen, vnd also gehet ihr Oberster mitt ihnen umb, khommen dadurch bey anderen Juden vnd kauffleuthen nicht zum geringen schaden vnd Vnglauben, vnd erschallet des geruchts an anderen Orthern, Churf. gn. beschatze die Juden, dardurch die Muntz gemessen wie sie pillich soln nicht kan gefunden werden, und bitten die Juden solchem gewalt bey Lippolten abzuschaffen, wessen das auch von ihme nicht mher zu erwardten.

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