Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VII. 1909 - 5670 (1910)
- Date
- 1910-01-01
- Page
- – (sequence 141)
- Language
- German
- Belongs to
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81 Binkiss, Lipman Joseff, Michel Jessel, Mencke, Bummue (?), Tobiass, Müsse. In Franckfurdt Hirsch, Meyer nathan, Abraham, Eberlin, Dauid, Judel, Aldt Judel, Leser, Lebe, uicktor Binjamin. In stendel leser uicktor, Aron, mosche, Isak, Kaim, Abraham, Joseff, Jakob. Jn Salzwedel Jacob Sisskindt, ansei. In Tangermuride Sussei, Schiman, Daniel. In Rateno Aron, mosche. In neugen. Roppin Rüben, eliass. In gardelege lekiss, Rüben, Sambt anderen fünfzehn Juden Iren gesellen, mit weib Rinden eiden vnd gesinde, zehen Jar langk uon dato ahn zu Rechnen, wesendtlich zti setzen, vnd sich Ires glaubenss frey offendtlich zu uorhalten, sich auch Iress gewonlichen Zinse, also uon Jeden Gulden die woche zwey pfenge zu nemen, zu gebrauchen, vnd dass pfandt nicht lenger alse ein Jar langk haltten, vnd darnach uorkaufen mugen, frei sicher zu handeln, zu wandeln, zu kaufen, zu uorkauffen, und sich aller anderen Hantierunge gleich vnseren vntertanen vnd uorwandten zu erneren gnedigklich uorgundt vnd erlaubt haben, Ferner haben wir Innen auch gnedigklich nachgegeben dassie zu notturfft irer haushaltunge vnd gesinde selbst Schlachten vnd dass Jenige so sie nicht essen Müssen, Ander leutten die ess Begeren, widder verkauften mugen, wir wollen auch dassie auf kein gudt wasses sey odder nur na men haben magk, do sie Mercken werden, dasses gestolen oder geraubt geldt leyen oder ahn sich kauften, Sündern dasselbige zu Jder zeidt den Jenigen So wir darzu uorordenen anzeigen und uormelden sollen, do ess aber ohne wissen geschege, dassie darauf leyen vnd sie darum angelargt wurden, sollen sie dieselben gutter kegen erlegunge dess gethanen geldess, Sambt den gewonliehen Wucher vnweigerlich zu geben schuldich sein. So wollen wir auch, dass die gerichte Iedess obgenannten orttess Inen den Juden, do sie ohne pfand vff Schuldt oder andere uorschreibunge leyen wurden, zu den Iren ahn Hauptsumme vnd Zinsen widerum geburlichen solle uorholffen werden, ess sollen auch die gerichte keinen Juden vmb einicherley vrsachen willen wess das auch sey gefengklichen einzuziehen zu straffen, zu stocken oder zu Blocken Macht haben, Sündern do einer oder mere vnter Inen ausfeltigk wurde, soll vnss solchs uormeldett werden, do wir vnss also dan mit geburlicher straff gegen denselben uol werden zu uorhalten wissen, wir wollen auch dassie midt keinem Zolle wie der sein Muchte, vber die gebure Beschweredt werden, Sündern dass midt Innen In deine wie andern vnsere underthanen gleicheidt gehalten werde, Wir haben auch Inen den Juden gnedichlich uorgondt vnd nachgegeben, dassie eigene heusser ahn sich kauffeit, oder die mieden Mugen, doch dass die Jenige So eigene heuser haben, vnss dass vorschoss vnd dass gewonliche pfandtseboss dauon geben vnd endtrichten, die anderen aber, die nichts eigens haben, sollen alleine dass uorschoss geben vnd darüber weitter nicht Beschwerdt werden, So soll Inen auch dass Schlachten Jedess obgenantten orts, uff lr Bitte vmb Ir geldt uorgondt vnd sie daran nicht gehindert werden. Wir haben Inen auch gnediglich nachgegeben, ein eigene Sinagogen Iren gelegenheidt nach zu Bawen vnd sich derselben nach lrer Jüdischen artt Menniglich vngehindertt zu gebrauchen, Darendtgegen sollen vnss wider Jahrbach J. L. G. VII. 6