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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1910-01-01 · VII. 1909 - 5670 (1910) · page 139

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VII. 1909 - 5670 (1910)
Date
1910-01-01
Page
– (sequence 139)
Language
German
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IRI
…/3486266-3486279--2632-3488552
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79 ANHANG. I. (Kgl. geh. Staatsarchiv Rep. 21, Nr. 202.) Wir Joachim von gottes gnadenn, Marggraff zu Brandenburgk des heiligen Römischen Reichs Erzkämmerer vnnd Churfürst zu Stettin, Pommern, der Cassubenn, wenden vnd inn Schlesien zu Crossen herzogk, Burggraff zu Nurenbergk vnd Fürst zv Rügenn, bekennen und thun kunth öffentlich mit diesem Brieffe, vor vns vnser erbenn vnd nachkommende vnd sonst dermenniglich. Nachdem wir etliche Juden vf bescheene Fürderungsschriefften vnd Ir Embsiges Versuchen Bitten vnd Flehen inn vnser schütz, schirm und geleyth genommenn, Inen auch Inn vnserm Churfürstenthumb vnnd landen etliche Jahrlangk sich wesentlich nider zu thun gnedigst vorgunth vnnd erlaubeth, dogegenn vnnd widerumb haben sie sich kegenn vns vorpflichtet, vns muntz alhier vnnd In vnser staedt Stendall mit lieferunge etlichs Silbers, nach aller notturft zu vorsehenn. So werden wir doch glaublichen bericht, das etliche derselben Juden gantz wenigk vnd etliche gar nichts an Silber lieffernn sollenn, wan vns dan dasselbige keins weges leidtlich, sondern vnser muntz gerne gefurderth sehen mochten, haben wir dero wegen etliche artikul, auch wie wirs sunsten und hinfürder mehr mit allen Juden In vnserm Churfürstentumb der Marken zv Brandenburgk wollen gehaltenn haben, stellen lassen, vnd vnsern lieben, getrewen Liepolt Juden darvf fleissig vnnd guett aufsehenn zu haben aufferlegt vnnd Ine dartzu zehen jahrlangk vorordenth vnd voreydet Erstlich sol ehr sich fleysigk bey seinen gethanen eydtspflichtenn erkundigen vnd achthaben, das kein Christ noch Jude kein Pagamenth sylber, Althe muntze oder granalien aus unserenn Landen furenn oder vorkauffenn, vnd do ehr derselbigenn einen oder mehr erfahren oder auskundschaften würde dasselbige soll ehr vnns von stundt an antzeygen. So wollen wir vns kegen denn oder denselbigen vermöge unseres derohalben ausgegangenen mandats mit gebürlicher straffe, dar Innen vorleibt vnd ausgedruckt, woll zu Vorhalten wissen. Zum Andern soll ehr allen Judenn, die in unserm schütz, schirm vund gleith sein, vnserenn wegen ernstlichen beuehlen vnnd antzeygen, vnnserer muntz alhier vnd zu Stendall mit notdürftigen Silber zu vorsehenn, vnd einen Jeglichen eine genannte vnnd ausgedruckte Summe Jherlich zu liefern auferlegen, so soll ehr alsdann allewege In der muntze fragen, ob demselben auch nachgesetzt, wo nicht, das ehr oder dieselben Judenn Inn straffe genohmenn werdenn, vnnd wollen Jnen vor jede marck fein Silber zehen gülden weniger ein halben orth gueth gelt gebenn, vnnd vorweisen lassenn, weyl vns auch etliche Judenn neben dem schutzgelt Jerlich zugehenn zugesagt soll ehr aller Juden schütz vund gleits briefs die In vnnsem landen vnd gleithe seinn, oder noch dar Inne kommen mochten, lesen vnnd vber-

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