Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- V. 1907 - 5668 (1907)
- Date
- 1907-01-01
- Page
- – (sequence 411)
- Language
- German
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338 auch Vorschläge zugegangen von Herrn Kreisrabbiner Dr. Cohn in Eschwege, Herrn H. Hausdorf in Baltimore und Herrn Rabb. Dr. Perles in Königsberg, die ich teils mit (C), teils mit (H), teils mit (P) bezeichne. Ferner verweise ich auf Poznanskis in der R. d. E. J. LIV, S. 147—152 erschienene, eingehende und mit gewohnter Gründlichkeit geschriebene Recension meiner, auch als S-A. erschienenen Abhandlung. Betreff des Verhältnisses zwischen Rasehi und Kara sei auch auf den vorliegenden Josuacommentar hingewiesen, in dem sich manche Übereinstimmungen und Divergenzen zwischen beiden Autoren feststellen lassen. Auch auf Grund ersteren lässt sich eine von Früheren behauptete Abhängigkeit Karas von Rasehi nicht konstruieren, da Karas ganze Exegese zu viel des Eigentümlichen aufweist. Höchstens Hesse sich annehmen, dass, wie Cohn meint, es zu denPropheten undHagiographen, ebenso wie zurGemara, alte sogen. Kontresim gegeben habe, die beide Autoren, unbeeinflusst von einander, aber doch in einem gewissen literarischen Austausch stehend, benutzt haben mögen. Dass Kara auch Raschis Werken gegenüber eine grosse Selbständigkeit bewahrte, zeigt ja sein Verhalten zu dessen Pentateuchcommentar, wie es eingehend Berliner in der Vorrede zur zweiten Auflage seines trefflichen Baschiwerkes beleuchtet hat1). Zu S. 239. Der dort von uns als der angebliche Lehrer R. Gerschons genannte R. Leontin kann als solcher nicht gelten, nachdem A. Epstein in Monatsschrift Jhrg. 49 (1905) S. 553 fgg. nachgewiesen hat, dass dieser Autor dem XII. Jahrhundert angehört, und Israel Lövi selbst in der R. d. E. J. LIII, 153, sowie auch nach brieflicher Mitteilung an mich, seine frühere Annähme nicht mehr aufrecht hält. Dahingegen gebührt R. Gerschom selbst ein Platz unter denen, die eifrig dem Studium der Bibel zugetan waren und sich mit massoretischen Studien beschäftigten2). Zu S. 252—253. Die dort citierte Erklärung Karas zu Jos. 14, 15 findet sich in Bereschith Rabba c. 58. (H.) 1J Vgl. a. a. O. S. X, Anm. 18, 19—20. 2) Vgl. hierüber Weiss, חר מר זחרשיל IV, S. 314—315. Graetz in Monatsschrift Jhrg. 1887 will R. Gerschom die Autorschaft des massoretischen Werkes Ochla w’Ochla zuschreiben.