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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1907-01-01 · V. 1907 - 5668 (1907) · page 409

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
V. 1907 - 5668 (1907)
Date
1907-01-01
Page
– (sequence 409)
Language
German
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336 gleichfalls mitbestimmend war für ihre geringe Verbreitung, im Gegensatz zu den in kurzen, und doch inhaltsreichen Sätzen die Ergebnisse der Exegese bietenden Commentare Raschis. Es musste so KaTa, der in vielfacher Hinsicht auf Raschis Erklärungen von Einfluss gewesen ist, hinter diesem zurücktreten, um erst jetzt einer wohlverdienten Anerkennung seiner originellen Auslegungskunst teilhaftig zu werden. Es erging hierbei unserem Autor so, wie dem Pfadfinder der jüdischen Exegese des Mittelalters, dem Gaon Saadia, dessen auch an einer grossen Weitschweifigkcit leidende Erklärungen, obwohl aus ihnen reichlich geschöpft wurde, im Verlauf der Zeit zurückgedrängt wurden, um endlich seit dem 13. Jahrhundert fast ganz aus dem Literaturkreise zu verschwinden, ebenso wie durch ein gleiches Geschick von manchen Commentaren beider Autoren verschiedene Recensionen im Umlauf waren1). Auf den vorliegenden Josuacommentar nunmehr eingehend, finden wir bei Kara ein bemerkenswert tieferes Eingehen auf die scheinbar wenig interessanten Berichte von der Einteilung des Landes und der Grenzen der einzelnen Stammesgebiete, — ein Thema, das bei Raschi keineswegs in diesem Masse behandelt ist. Karas Werke wollten eben gewissermassen Lehrbücher sein, aus denen man umfassendere Aufschlüsse entnehmen konnte, während Raschis Erklärungen vielleicht der raschen Orientierung möglichst breiter Massen dienen sollten: eine glückliche Ergänzung der beiden gleichzeitig schreibenden Lehrer Israels. — Von Interesse sind besonders auch die Ausführungen Karas im Cap. 10, betreff des dort erzählten Wunders. Voll ehrfürchtiger Scheu, will er das eigentliche Geheimnisvolle des Vorganges nicht durchdringen, ja, er will Josua keinerlei Macht über Sonne und Mond einräumen und nur die Kraft des Gebetes hervortreten lassen. Aber, so weit es in den Rahmen sich einfügt, will er alles natürlich erklären, wie er es am Anfang von v. 13 tut. Gern lässt er hier die Aussprüche der Hagada zu Wort kemmen, aber wie weiss er bei der Deutung der Worte: עד יקם גוי אויביו הלא היא כתובה על ספר הישר diese Bezeichnung für das Buch Mischne-Thora2), die der Midrasch 0 Vgl. meine Bemerkung in der Festschrift für A. Berliner, hebr. Teil S. 16. 2) Es finden sich in den Midraschim zwei Ansichten betr, des הפר הישר,

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