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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1907-01-01 · V. 1907 - 5668 (1907) · page 406

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
V. 1907 - 5668 (1907)
Date
1907-01-01
Page
– (sequence 406)
Language
German
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IRI
…/3486266-3486275--1998-3488361
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833 oder der Bau muss um mindestens 80 bis 90 Jahre früher vor sich gegangen sein, als man nach Josephus annehmen müsste. Unser Papyrus, wie auch die von Cowley-Saycc veröffentlichten, sind ferner wichtige Zeugnisse in der Frage der Echtheit der ihnen zeitlich nahestehenden aramäischen Dokumente des Buches Ezra. Dieses Moment erfordert aber eine eigene Darlegung für welche auch noch die weiter zu erwartenden Papyrus- Veröffentlichungen verglichen werden müssen. Nur auf vereinzelte Punkte, zu denen gerade unser Papyrus Veranlassung gibt, sei hier kurz hingewiesen. In der Eingabe persischer Beamten an den König Ez. 5,11 lasssen diese die Juden sagen: אנהנה המי?ןבדיהי די אלה שמיא. Manche, wie Stade, haben die Echtheit des Dokuments wegen der hier dokumentierten Jüdischen Denkart44 bestritten. Nun gebrauchen aber im Papyrus auch die ägyptischen Juden dem Nichtjuden Bagoas gegenüber wiederholt dieselbe Bezeichnung אלה שמיא für ihren Gott wie im Ezra-Dokument. Daher ist es auch ganz verständlich, dass Artaxerxes in seinem Erlass für Ezra diesen, der sich gewiss in der Eingabe an ihn ebenso genannt hatte, als ספר דתא די אלה שמיא (Ez. 7, 12. 21. 23) bezeichnet. Dies war, wie wir jetzt sehen, der Gottesname, den die Juden auch den Persern gegenüber anwandten. Da ihn auch der Perser Bagoas in der Ant, wort (Pap. III, 3. 4) gebraucht, ist er auch in Artaxerxes’ Antworterlass nicht zu beanstanden. Man hatte ferner Einwürfe daraus hergeleitet, dass Artaxerxes in seinem Erlass Ez. 6, 9—10 Beiträge zu Opfern im jüdischen Tempel anweist, damit die Juden für das Leben des Königs beten (מצלין לחיי מלכא ובנדהי). Ed. Meyer, welcher auf Grund geschichtlicher und sprachlicher Erwägungen für die Echtheit der Ezra-Dokumente eintrat, hat auf die Parallele der Gadatas-Inschrift hingewiesen, welche ein solches Entgegenkommen einem fremden Kult gegenüber als in der traditionellen persischen Politik begründet tatsächlich beweist. Unser Papyrus bringt einen neuen Beleg dafür bei dem Satrapen Bagoas. Denn ihm versprechen ebenfalls die Juden von Elephantine, wenn er ihr Ansuchen erfülle (Z. 25. 26): wir werden Opfer auf dem Altäre Gottes darbringen ״ ונצלה עלך בכל עדן אבחנה ונשין ובנין וכיundwir werden für dich zu jeder Zeit beten, wir, unsere Frauen, Kinder usw.a.

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