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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1907-01-01 · V. 1907 - 5668 (1907) · page 379

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
V. 1907 - 5668 (1907)
Date
1907-01-01
Page
– (sequence 379)
Language
German
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IRI
…/3486266-3486275--1971-3488334
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306 kraft behielt er das Aufgefasste für immer. Bei dem ersten Tag seiner Ankunft zeigte ihm mein sei. Vater (Rabbi Mendl Frankfurter, Rabbiner und Gerichtsvorsitzender in Altona) eine Stelle im Rambam, die derselbe nebst Mendelssohn und dem damaligen Berliner Rabbiner nicht erklären konnte. Bcrnays hatte sie kaum gehört, als er sie schon so richtig löste, dass kein Zweifel über blieb“. — Ferner heisst es dort: ,,Der Glanzpunkt seines Wissens war die Exegese; denn alles was dazu in sprachlicher und ästhetischer Hinsicht gehört, besass Bernays in reicher Fülle. Dabei hatte er noch einen Vorzug, der so vielen, hauptsächlich Christliehen Exegeten abgeht, dass er in der Tradition, sowohl im Gebiete der Halacha als Aggade, und in der nachtalnmdischen Literatur so ausserordentlich bewandert war. Ausgestattet mit diesem Vorzüge und tiefer eindringend in alle Schichten der Gotteslehre, trat dieser Riesengeist vor die heilige Bundeslade, und mit festgeschlossenen Augen, überschaute er den ganzen Schatz der heiligen Bücher, der Religions-Philosophie der Alten und Neuern, wie einer der Koryphäen der arabischen Schule“. Interessant sind auch andere Urteile von Zeitgenossen und namentlich die bei aller Abweichung von Bernays’ religiösem Standpunkte zu grosser Anerkennung gelangenden Äusserungen wie z. B. die Korrespondenz in der ״Allgem. Zeitung des Judentums“ II. Jahrg. Nr. 47 und Heines Brief an Moser vom August 1823 (Briefe Bd. I. S. 103). Wie sehr z. B. Zunz den Hamburger Chacham schätzte, beweist die Tatsache, dass er ihm bei seiner Anwesenheit in Hamburg seine ״Gottesdienstlichen Vorträge“ überreichte, ihn um sein Urteil darüber bat, und bei seinem Freunde Michael nach einiger Zeit über Bernays’ Ansicht von dem Werte des Buches anfragte 1). Im Jahre 1838 planten die Nachkommen N. H. Wesselys die Herausgabe des Kommentars zum ersten Buche Mosis, der sich in dem literarischen Nachlass Wesselys vorfand. Die Aufforderung zur Subskription auf dieses Werk, das den Titel עוללות נפתלי באור על ספר בראשית trägt, wurde von Bernays durch folgende empfehlenden Worte unterstützt: נ) Siehe Jahrbuch IV, hebr. Abteilung S. 39.

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