Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1907-01-01 · V. 1907 - 5668 (1907) · page 374

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
V. 1907 - 5668 (1907)
Date
1907-01-01
Page
– (sequence 374)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
97% known words query
IRI
…/3486266-3486275--1966-3488329
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

301 wo es sich um sittliches und politisches Wohl einer Gemeinde und um Ruhe und Ordnung der mir aus der Geschichte so achtbaren Gemeinde Hamburg handelt. Offenbar ist es übrigens, dass mich für dieses Urtheil über Bernays nach seinen und meinen Verhältnissen nicht irgend eine fremdartige Ansicht geleitet haben könne, sondern lediglich von meiner inneren Überzeugung hervorgegangen sei, ja, ich wiederhole es im Allgemeinen, Segen des ewigen Gottes gewiss, glücklich die Gemeinde, an deren Spitze Bernays stellt. Übrigens bitte ich Ew. Wohlgeboren noch besonders und ausdrücklich, diese meine Erklärung als das zu betrachten, was sie ist, geforderte und schuldigst gegebene Wahrheit, ohne dass ich in die Verhältnisse der dortigen Juden-Gemeinde, noch in die des Herrn Bernays eindringen möchte, ersteres um weder die Gemeinde in ihren Wünschen zu steigern, und letzteres noch den Bernays für die Annahme dieses Rufes zu bestimmen, die Sache bleibt mir heilig, Gott der Allmächtige gebe seinen Schutz und Segen, Er wird die ferneren Unterhandlungen leiten. Schliesslich bin ich berechtigt, mich in der That zu erfreuen, durch einen so erhabenen Gegenstand Gelegenheit gefunden zu haben, Ew. Wohlgeb. meine Hochachtung auszudrücken, und dieselbe zu versichern, dass ich mir in allmöglichen Fällen ein wahres Vergnügen daraus mache, jene Hochachtung in der That zu rechtfertigen, mit welcher ich mich zu unterzeichnen die Ehre habe Ew. Wohlgeb. Ergebenster München, den 1. Juli 1821 v. Kalb.“ Nachdem die Auskünfte über Bernays günstig ausgefallen, wurde der Vorsteher L. J. Riesser beauftragt, den Beschluss des Gemeindevorstandes, Bernays als geistiges Oberhaupt Hamburgs zu wählen, ihm mitzuteilen. Nach vielen, teils mündlichen, teils schrittliehen Verhandlungen betreffs der Bestallung wurde eine Einigung erzielt und Jsaak Bernays lebenslänglich angestellt. Folgender Kontrakt wurde ihm zugestellt: ״Die Unterzeichneten Vorsteher der Deutschen Israelitischen Gemeinde haben kraft der ihnen verliehenen Autorisation eines hochedlen und hochweisen Raths und nach erlangter (1ontirmation höchstdesselben, den gegenwärtig zu Mainz privatisierenden hoch' ehrwürdigen Gelehrten

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.