Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- V. 1907 - 5668 (1907)
- Date
- 1907-01-01
- Page
- – (sequence 342)
- Language
- German
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bekannt; doch er hielt sie nicht für verderblich, weil das Schlimme, der Sieg der Hellenisten, seinen eigenen Wünschen entsprach. Simon hätte den Fehler seines Vaters wieder ganz vergessen machen können. Was Onias IIL betrifft, so konnte er wohl die Tobiaden selbst vertreiben, doch alle Anhänger derselben, die sein Vater entweder in ihren Aemtern belassen oder gar selbst mit Würden bekleidet hatte, vermochte er nicht zu entfernen. Einer von diesen Leuten der Tobiaden, der sich auch weiter zu ihrer Partei bekannte, der Verräter Simon aus Benjamin, dem man sein hohes Tempelamt nicht hatte nehmen können, war es, der den mühsam errungenen Frieden störte und durch seinen Streit mit dem Hohepriester und dessen hartnäckige Fortsetzung die ganze Entwicklung der Dinge bis zu den Beligionsverfolgungen des Antiochus erst möglich machte. Wo sein Vater Onias II. vielleicht nur aus Unachtsamkeit gefehlt, hat Simon II. in zielbewusster böser Absicht gesündigt und unabsehbares Unheil heraufbeschworen. Ist es nicht lächerlich, dass man just diesem Simon II. den Ehrennamen ״der Gerechte״ zuerkennen will? Simon II. kann nicht Simon der Gerechte genannt worden sein. Eine mächtige Partei der Hellenisten war nur möglich, durch die Verhältnisse, wie sie sich aus der Steuerpacht des Joseph entwickelten; und daran ist Onias II., der Vater Simons, schuld. Und dass wiederum diese Hellenistenpartei zum Siege geführt werden konnte, das ist die Folge der Wirksamkeit Simons II. Simon I., der Gerechte. Der herrliche Mann, der alle Würden und Ehren, die sein Volk und fremde Regierungen in Judäa zu vergeben hatten, auf sich vereinigte, der nicht nur Hohepriester und Statthalter der Ptolemäer war, sondern allein unter allen Hohepriestern nach Esra als hervorragendster Thoragelehrter seiner Zeit (nach der bekannten zweiten Mischna von Aboth) an der Spitze des Sanhedrin stand, erreichte ein hohes Alter. Als junger Mann, noch in der Perserzeit, durfte er wegen seiner bewundernswerten Gelehrsamkeit und wegen seiner hochadligen Abstammung, ein Spross einer langen ununterbrochenen Reihe von Hohepriestern bis in die Tage des ersten Tempels herein, an den Ratsver- Sammlungen der אנשי כנסת הגדולה, der Männer der Grossen Synagoge teilnehmen, als die letzten seiner Lehrer, die letzten Überlebenden