Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- V. 1907 - 5668 (1907)
- Date
- 1907-01-01
- Page
- – (sequence 341)
- Language
- German
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269 Tagen des Ptolemäus Euergetes in der Person des Jose b. Joeser einen Nassi zugesellte. Es ist bemerkenswert, dass dieser erste Nassi ein Koben war. Gewiss nahm man deshalb gerade einen Kohen zum ersten Nassi, weil diesem Machtbefugnisse zustehen sollten, die auch früher ein Kohen, nämlich der Hohepriester, ausgeübt batte. Welche schweren Folgen es haben musste, dass durch den Uebergang der politischen Macht an Joseph eine Schar gewalttätiger Männer, die, über ein grosses Vermögen gebietend, griechische Art dem jüdischen Gesetze vorzogen, zur Herrschaft kam, lässt sich leicht erkennen. Bis jetzt waren einzelne durch den Hellenismus wohl auch verführt worden, diese blieben aber ohne Einfluss; entweder verhielten sie sich still und suchten ihren Abfall möglichst vorborgen zu halten oder sie flohen zu den Samaritanern. Jetzt aber waren die ehemals Verfehmten die Herren geworden und mit der Macht ,wuchs ihr Uebermut und auch ihre Zahl. Wenn Onias II. wegen seiner Charakterschwäche, gewiss getadelt werden muss, so lässt sich zu seiner Entschuldigung an sein Alter erinnern und auch daran, dass er des Verhängnisvollen seiner Unterlassung sich nicht bewusst war. In die Hand Simons II. war es gegeben, den Fehler seines Vaters wieder gut zu machen, als der einflussreiche und hervorragend tüchtige Joseph vom Schauplatz abtrat Die Generalpacht hatte schon längst aufgehört und die Macht der Söhne des Joseph und ihres Anhangs beruhte auf den aufgespeicherten Reichtümern und auf den vielen Beamtenposten, in die sie sich hereingedrängt hatten. Wenn jetzt Simon II. nur gewollt hätte, so wäre es ihm ein Leichtes gewesen, die führerlose Tobiadenpartei, die sämtlichen Söhne des verstorbenen Steuer- Pächters, die schlimmeren älteren sowohl als den weniger bedrohliehen Hyrkan, zu verdrängen und das alte Verhältnis wieder herzustellen, wo der Hohepriester in Harmonie mit dem Sanhedrin die oberste Gewalt ausübte. Was Onias III. vollbringen konnte, nachdem sein Vater die Tobiaden im kritischen Augenblick in ihrer Stellung befestigt hatte, die Vertreibung der Tobiaden aus Jerusalem, das hätte ihm gewiss keinerlei Schwierigkeiten bereiten können. Simon II. hat gegen die Tobiaden nicht auftreten wollen; wenn sein Vater aus Kurzsichtigkeit gesündigt hatte, so waren ihm die Folgen der Machtstellung der Tobiaden wohl p