Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- V. 1907 - 5668 (1907)
- Date
- 1907-01-01
- Page
- – (sequence 337)
- Language
- German
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265 dass Hyrkan, wie Josephas erzählt, unter Seleukus sieben Jahre lang ungestört in seinem kleinen Reiche jenseits des Jordan schaltete und waltete, dagegen beim Regierungsantritt des Antiochus Epiphanes aus Furcht vor diesem König Selbstmord begangen hat. Die Begründung dieses Selbstmordes bei Josephus ist, wie sehr viele Erklärungen von Tatsachen bei diesem Geschichtsschreiber, unannehmbar. ״Da nun Hyrkanus die grosse Macht des Antiochus erkannte und befürchten musste, wegen seiner Kriegszüge gegen die Araber von ihm gefangen und hingerichtet zu werden, tötete er sich selbst“. Seleukus war nicht minder mächtig als sein Bruder Antiochus Epiphanes, und dieser wieder hatte nicht mehr Veranlassung, die Kriegszüge gegen die Araber zu bestrafen als jener; warum sollte also Hyrkan den Antiochus mehr fürchten als den Seleukus? Erinnern wir uns jedoch, wenn wir bei Josephus von der Furcht des Hyrkan vor Antiochus Epiphanes lesen, dass nach dem zweiten Makkabäerbuch Hyrkan zur Partei der Gottesfiirchtigen gehörte und sie förderte, so verstehen wir, dass er in Antiochus, dem Schutzherrn der Hellenisten und der zu diesen gehörenden älteren Söhne des Joseph, einen unversöhnlichen Feind sehen musste. Wenn wir auch bei Hyrkan im Zweifel sein können, ob er sein Privatleben in allen Stücken dem Gesetz der Thora unterordnete, so steht es ausser Frage, dass er Macht und politischen Einfluss für die Partei des Onias und der Gottesfiirchtigen einsetzte. Gegen diesen Hyrkan entschied sich Simon II., als er mit seinen älteren Brüdern um die Herrschaft in Jerusalem im Streite lag. lu welchem Masse Joseph, der Sohn des Tobias, und seine älteren Söhne, die nach dem Ahnherrn der Familie ebenfalls Tobiaden, Söhne des Tobias, genannt werden, jüdischer Sitte und jüdischem Gesetz entfremdet waren, das lehren uns, sich gegenseitig ergänzend, Josephus (Ant. XII, 4 und 5) und die Makkabäerbiieher. Josephus meint es so gut mit dem Steuerpächter Joseph, dass er diesem Erpresser, von dem am Hofe des fünften Ptolemäus, lange nachdem er seine umfassende Steuerpacht verloren, das Witzwort gebraucht wurde, ״wie er (Hyrkan) die Knochen vom Fleisch entblösst hat, also hat sein Vater ganz Syrien geschunden“, folgenden Nachruf widmet: ״Der durch seine Tüchtigkeit