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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1907-01-01 · V. 1907 - 5668 (1907) · page 336

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
V. 1907 - 5668 (1907)
Date
1907-01-01
Page
– (sequence 336)
Language
German
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IRI
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264 gegenüberstehenden Söhne des Joseph nicht Simon der Gerechte gewesen sein kann. Simon der Gerechte, wie wir ihn aus den talmudischen Berichten kennen, wie ihn uns Sirach schildert, von dem Josephus sagt, er habe wegen seiner Gottesfurcht und Menschenfreundlichkeit den Beinamen ״der Gerechte“ erhalten, kann unmöglich Simon II. gewesen sein. Simon der Gerechte hätte den Einfluss sämtlicher Söhne Josephs, Sohn des Tobias, auch den des Hyrkan beseitigt. Solange Seleukus König war, konnte es nicht schwer fallen, das zu erreichen. Wenn Onias III., der Sohn Simons II., die älteren Söhne des Joseph aus Jerusalem vertreiben konnte und selbst den ihm befreundeten Hyrkan hinderte, nach der Hauptstadt zu kommen, so stand nichts im Wege, dass Simon II., wenn er nur wollte, dasselbe erreicht hätte wie sein vortrefflicher Sohn. So fern stand jedoch Simon II. solchen Bestrebungen, dass er beim Bruderstreit der Tobiaden die schlechtere Partei ergriff und den günstigen Augenblick ungenützt verstreichen liess, da es sich nach dem Tode des auch nach Verlust der Generalpacht immer noch in Macht und Ansehen stehenden Vaters Joseph darum handelte, dessen (nach Ant. XII, 4, 7) keinesfalls bedeutenden älteren Söhnen die Herrschaft zu entreissen. Hyrkan, den jüngsten von Josephs Söhnen, kennen wir aus II Makk. 8, 11 als einen Freund des Gottesfürehtigeu. Bei Versuch der Abwehr der Tempelberaubung sagt dort der Hohepriester Onias zu Heliodor: ״Einiges rühre auch her von Hyrkanus, Sohn des Tobias, einem sehr vorzüglichen Manne, nicht wie der gottlose Simon angegeben“. Hyrkan hatte also seine Schatze der Tempelkasse übergeben, die unter der Obhut des Hohepriesters und des Sanhedrin stand, wohl um sie vor seinen Brüdern in Sicherheit zu bringen. Wenn man ihm auch nicht soweit trauen konnte, um nach Verdrängung der Brüder seine Bückkehr nach Jerusalem zu gestatten, der übergrosse Reichtum und die daraus resultierende Macht des Hyrkan mussten das immerhin bedenklich erscheinen lassen, — so lehrt uns sowohl das Niederlegen der Schätze in die Tempelkasse, als besonders sein Lob: ״ein sehr vorzüglicher Mann“ im Munde eines hervorragenden Führers der Gottesfiirchtigen, wie Onias III. es war, dass er voll und ganz auf seiten des Sanhedrin und des dem Beligionsgesetze treuergebenen Hohepriesters stand. Damit stimmt es auch überein,

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