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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1907-01-01 · V. 1907 - 5668 (1907) · page 335

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
V. 1907 - 5668 (1907)
Date
1907-01-01
Page
– (sequence 335)
Language
German
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263 längeren tiefen Friedens im dritten Kapitel des zweiten Makkabäerbuches gerechtfertig t zu finden. Mindestens ein Jahr beansprucht der Streit Simons mit dem Hohepriester, seine Aufreizung des Apollonius, ״nachdem er des Onias nicht Herr werden konnte“, die Anzeige des Apollonius beim König, die Entsendung des Heliodor und dessen Zurückweisung und Kettung des Tempel- Schatzes, ein weiteres Jahr vergeht, bis die Verleumdung und Feindschaft des Simon so bedrohlich wurde, dass Onias sich veranlasst sah, nach Antiochia zum König zu reisen. Es lässt sich demnach nicht bezweifeln, dass Onias III mindestens fünf Jahre Hohepriester war, so dass für die Führung des Hohepriesteramtes durch seinen Vater höchstens drei Jahre bleiben. Es sei hier noch hinzugefügt, dass wir gegenüber einem einzigen Bericht aus der Verwaltung Simons II., aus der Zeit Onias III. auch noch Ant. XII, 4, 10. und II Makk. 12, 7 die Mitteilung über das Schreiben des Königs von Sparta an diesen Hohepriester finden Obige chronologische Betrachtung zeigt, dass es nicht angeht, die vielen und grossen Dinge, die uns von Simon dem Gerechten berichtet werden, der nach dem Talmud vierzig Jahre Hohepriester war, auf einen Mann wie Simon II. zu beziehen, der höchstens drei Jahre hindurch dieses hohe Amt bekleidete. Ebenso ist es sehr unwahrscheinlich, dass der Ehrenname ״der Gerechte*, den die bewundernde Nachwelt in dankbarer Erinnerung an zahlreiche Grosstaten verlieh, einem Hohepriester zuerkannt wurde, der nur wenige Jahre seines Amtes waltete. Die entschiedenste Zurückweisung jedoch erfährt der Versuch, Simon II. mit Simon dem Gerechten zu identifizieren, durch das, was wrir bei Josephus allein über seine Wirksamkeit finden. Ant. XII, 4, 11 wird uns, wrie schon zitiert, von dem Streit der Söhne des Steuerpächters Joseph nach ihres Vaters Tod und der dadurch entstandenen Uneinigkeit des Volkes erzählt. Dabei heisst es: ״Der grössere Teil hielt zu den älteren Söhnen, was auch der Hohepriester Simon aus verwandtschaftlichen Rücksichten tat. Hyrkanus wragte daher nicht mehr nach Jerusalem zurückzukehren . . .“ Grätz schon hat aus dieser Parteinahme Simons II. für die Tobiaden den richtigen Schluss gezogen, dass der politische Freund der dem Judentum feindlich

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