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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1907-01-01 · V. 1907 - 5668 (1907) · page 334

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
V. 1907 - 5668 (1907)
Date
1907-01-01
Page
– (sequence 334)
Language
German
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IRI
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262 erzählt uns, dass Onias III. den Söhnen des Tobias die Führung der Geschäfte nahm und sie aus Jerusalem vertrieb1). Mit den Söhnen des Tobias sind dessen Enkel, die Söhne des Steuer- Pächters Joseph, Sohn des Tobias, gemeint. Nach Beilegung der Kämpfe mit diesen und deren Besiegung durch Onias muss längere Zeit hindurch Ruhe und Friede geherrscht haben. II Makk. 3, 1 heisst es beim Uebergang zu der bekannten Darstellung von der vereitelten Tempelberaubung des Heliodor: ״Als nun die heilige Stadt den tiefsten Frieden genoss, und die Gesetze durch die Gottesfurcht des Hohepriesters Onias und durch seinen Abscheu vor dem Bösen aufs trefflichste beobachtet wurden‘. Ebenso zeigt Vers 11 dort, dass Hyrkan der Sicherheit Jerusalems soweit vertraute, dass er seine Schätze der Tempelkasse zur Aufbewahrung iibergab. Dieser gesichelte Friede wurde durch den Verrat des Tempelvorsteheis Simon und das Attentat des Heliodor unterbrochen. Bei der Darstellung dieser verhängnisvollen Begebenbeiten II Makk. 3 wird immer wieder unsere Aufmerksamkeit auf den damaligen Hohepriester Onias 111. gelenkt II Makk. 4 berichtet uns nun, wie der Verräter Simon zum Verleumder und Ankläger des Hohepriesters wird. Als die Feindschaft des Simon und seiner Anhänger bis zu Mord und Totschlag sich entwickelt hatte, also wieder einige Zeit später, ging Onias nach Antiochia zu Seleukus, um die königliche Fürsorge anzurufen, erreichte aber seinen Zweck in Antiochia nicht, da mittlerweile dem Seleukus Antiochus Epiphanes gefolgt war, welcher den Bruder des Onias, den Hellenisten Jason, zum Hohepriester machte. Diese Dar- Steilungen des zweiten Makkabäerbuches in Verbindung mit der Notiz am Anfang von Josephus’ Bellum umfassen, wie man leicht sieht, gering gerechnet, einen Zeitraum von fünf Jahren. Wenn es dem Onias gelungen ist, schon im Jahre seines Amtsantritts die unter seinem Vater herrschenden Tobiaden zu vertreiben, so müssen wir doch mindestens drei Jahre von da an bis zu den Umtrieben des Verräters Simon rechnen, um die Darstellung des 1l Die Notiz im Bellum von der Vertreibung der Söhne des Tobias durch Onias, steht nicht, wie Clementz meint, im Widerspruch mit Ant. XII, 4, 5, wonach Jason den Menelaus und die Söhne des Tobias so bedrängte, dass sie zu Antiochus flohen Die beiden Notizen beziehen sich auf zwei ganz verschiedene Ereignisse, zwischen denen mindestens zehn Jahre liegen.

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