Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- V. 1907 - 5668 (1907)
- Date
- 1907-01-01
- Page
- – (sequence 333)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3486266-3486275--1925-3488288- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
261 seiner eben so festen als prächtigen liurg Tyrus und ihrer Höhlen mit den Eingängen, in die ״ein Mann eben eintreten konnte“.־ ״Sollte er nämlich von seinen Brüdern einmal belagert werden, so dachte er ihnen auf diese Weise zu entschlüpfen44. ״Hier herrschte Hyrkanos sieben Jahre lang, die ganze Zeit hindurch, während welcher Seleukus in Syrien regierte“. Da Seleukus 11 Jahre König war, so sagt uns der letzte Satz, dassHyrkan frühestens im vierten Jahre des Seleukus seinen dauernden Aufenthalt in Peräa nahm. In die ersten vier Jahre des Seleukus fällt der Tod des Joseph, worauf der Kampf der Brüder gegen Hyrkan begann, dann stirbt der Hohepriester Onias II. und sein Sohn Simon II. bringt durch seine Parteinahme für die älteren Brüder die Entscheidung des Kampfes gegen Hyrkan, der nun dauernd Jerusalem meidet und sich in sein kleines Reich jenseits des Jordan zurückzieht. Der Krieg zwischen den Brüdern kann nach der Art, wie Joscphus davon erzählt, nicht lange gewährt haben, hoch gerechnet ein ganzes Jahr. Da nun Seleukus 187—176 v.d. g. Z. regiert, Hyrkan seine dauernde Verdrängung aus Judäa nur sieben Jahre überlebt, bis er 176 nach dem Regierungs־ antritt des Nachfolgers des Seleukus, des Antiochus IV. Epiphanes, Selbstmord begeht, so spricht alles dafür, dass der Vater des Hyrkan, Joseph, nach dessen Tode der Streit der Brüder die ernste Form annahm, 185 oder 184 gestorben ist und das Jahr darauf ihm Onias II. im Tode folgte und sein Sohn Simon II. das Hohepriesteramt antrat. Die .Regierungsdauer Simons lässt sich nun nicht gut länger als auf drei Jahre annehmen, denn in die höchstens acht Jahre, die von der Begierung des Seleukus verbleiben, muss er sich mit seinem Sohne Onias III. teilen, der kurz nach dem Kegierungsantritt des Antiochus Epiphanes des Hohepriesteramtes beraubt wird und dessen Amtszeit also ebenfalls unter Seleukus Regierung fällt. Von diesen acht Jahren 184—176 müssen wir aber den grösseren Teil Onias III., dem Sohne Simons, zuweisen, aus dessen Amtszeit uns eine ganze Reihe mehr oder minder wichtiger Vorfälle berichtet werden, während unsere Quellen von den Taten Simons II. nichts zu melden wissen, als was die oben zitierte Josephusstelle Ant. XII, 4, 11 besagt, seine folgenschwere Parteinähme für die älteren Brüder gegen Hyrkan. Josephus, Bellum I, 1,