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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1907-01-01 · V. 1907 - 5668 (1907) · page 331

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
V. 1907 - 5668 (1907)
Date
1907-01-01
Page
– (sequence 331)
Language
German
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IRI
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Durch diese Datei) ist es uns möglich, die ungefähre Dauer der Amtsperiode Simons II. als Hohepriester festzustellen. Die beiden Berichte des Josephus über Hyrkans Aufenthalt in Peräa geben uns darüber die erwünschte Klarheit. Ant. XU, 4, 9 wird von diesem jüngsten Sohne des Steuerpächters Joseph erzählt, dass genoss Joseph zweiundzwanzig Jahre“, was ebenso wie die oben zitierte andere Stelle XII, 4, 10 sich auf nichts anderes als auf die Dauer der Steuerpacht bezieht. Wenn der Sohn des Tobias im Jahre 187 gestorben ist, so muss er notwendig sein Gluck als Steuerpächter von vier Ländern lange überlebt haben. Unter Ptolemäus HI. Euergetes, der bis 221 regierte, wurde ihm die Einziehung der Steuern dieser Länder übertragen. Sollte er erst im Todesjahre des Ptolemäus Euergetes dessen Gunst gewonnen haben, so ist er nicht 22, sondern 33 Jahre später gestorben, er war also mindestens 11 Jahre nicht mehr Generalsteuerpächter. Das Wahrscheinlichste ist, dass die 22 Jahre der Steuerpacht des Joseph schon um 240 beginnen und 218, als Antiochus d. Gr. zum ersten Male Coelesyrien und dessen Nachbarländer, Josephs Pachtbezirk, eroberte, ein Ende hatten Ganz sicher ist, dass die Steuerpacht um 200, das Jahr der Schlacht bei Paneion, durch welche Antiochus Coelesyrien endgiltig eroberte, ihr Ende fand, denn mit der Macht der Ptolemäer mussten auch die von ihnen übertragenen Aemter in jenen Gegenden aufhören. Wir hätten also als spätesten Termin für die 22 Jahre der umfassenden Steuerpacht die Jahre 222—200. Das viel besprochene und vielfach missverstandene vierte Kapitel des zwölften Buches der Altertümer des Josephus mit den Erzählungen vom Steuerpächter Joseph und von dessen jüngstem Sohn Hyrkan erklärt sich fast von selbst, wenn wir die geschichtlichen Verhältnisse klar überschauen. Josephus hat im vorhergehenden dritten Kapitel seine Darstellung bis nach der Schlacht bei Paneion, ״bei den Quellen des Jordan“, also bis nach 200, und in die Regierung des Ptolemäus Epiphanes hinein fortgeführt. Das vierte Kapitel beginnt nun mit dem Friedensschluss zwischen Antiochus dem Grossen und Ptolemäus Epiphanes, der Verheiratung der Tochter des Antiochus, Kleopatra, mit Epiphanes und Abtretung von Coelesyrien, Samaria, Judäa und Phönicien in Form einer Mitgift der Tochter an Epiphanes in dem Sinne, dass die Steuern dieser Länder sich unter beide Könige verteilten und von den Vornehmsten in jeder Stadt gepachtet wurden. Die chronologische Fortführung dieser Einleitung des Kapitels findet sich erst § 7 mit den Worten: ״Um diese Zeit erhielt Joseph die Nachricht, dem Ptolemäus sei ein Sohn geboren worden, und alle Grossen Syriens und des zugehörigen Gebietes zögen zur Feier dieses Ereignisses mit grossem Aufwand nach Alexandrien“. Es wird nun ausführlich erzählt, wie Joseph wegen seines Alters, die älteren Söhne wegen ihrer angeblichen Unbeholfenheit für den Verkehr am Hofe nicht reisen und den jüngsten Sohn Hyrkan schicken, der nun durch seine verschwenderischen Geschenke die Gunst des Ptolemäus und der Königin

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