Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- V. 1907 - 5668 (1907)
- Date
- 1907-01-01
- Page
- – (sequence 311)
- Language
- German
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ftihrungen einige Nachbemerkungen anzufügen, die unsere im einzelnen abweichende Ansicht darlegen sollen. Indem wir von dieser Erlaubnis Gebrauch machen, bemerken wir, dass es uns fernliegt, zwischen den beiden Meistern entscheiden zu wollen, dass wir vielmehr nur in Anbetracht der ausserordentlichen Tragweite des gehandelten Gegenstandes auch mit unseren bescheidenen Erörterungen zur Klärung beitragen möchten. I. Der mannigfache Nutzen, der aus Halevys Hypothese für das Verständnis einer Anzahl talmudischer Berichte erwächst, wird von Hoffmann rückhaltlos anerkannt. Seine Bedenken veranlassen ihn aber daran zu zweitein, dass die bisher nicht genügend erklärte Zeitangabe משבטלה סנהדרין sich auf das von Halevv darunter verstandene Ereignis bezieht, und er denkt an die Möglichkeit, die Angabe der Mischna vielleicht auf die Verfolgung des Svnedrion unter Herodes zu beziehen. Dies dürfte indes nicht annehmbar erscheinen, wenn wir bedenken, dass der Ausdruck ב ט י* ה סנהדרין nicht von einer Beseitigung der Svnedristen gebraucht werden kann, wenn deren Ersetzung durch andere möglieh blieb. Auch von Ereignissen wie die zur Zeit des Alkimos sowie unter Johann Hyrkan und Alexander Jannai wird niemals ein solcher Ausdruck gebraucht. IT. Die Baraitha des B. Jose (Sanhedrin 88b, Tosefta VII, \) bleibt ein Beweis für die Halevysche Hypothese, selbst wenn wir nach Hoffmann den Schlusssatz משרבו תלמידי שמאי והלל שלא שמשו בל צרכן רבו מחלוקות בישראל als Interpolation ablehnen und einen zu ergänzenden Schlusssatz משבטלו סנהדרין רבו מחלוקות בישראל supponieren. Der Beginn der Kontroversen, der dann als mit der Aut*' lösung des Svnedrion zeitlich zusammenfallend bezeichnet war!‘, steht doch anderweitig unzweifelhaft als mit der Zeit der Schulen Schannnais und Hillels gleichzeitig fest. Auch bei Weglassung der beanstandeten Stelle bliebe demnach die Tatsache erwiesen, dass die Zeit der Schüler Schammais und Hillels eine Zeit der Auflösung des Synedrion war, und das ist eben dasjenige, was Halevy auch aus der Baraitha zu erhärten sucht. III. Wenn Hoffmann den ferneren Beweis Halevys von der bekannten Verhandlung über die Pesachopfer-Frage damit zurückweisen will, dass unter der vorauszusetzen len Erschütterung des »Synedrion einleuchtender das bei Josephus Ant. XIV, 1), 4 erzählte