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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1907-01-01 · V. 1907 - 5668 (1907) · page 310

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
V. 1907 - 5668 (1907)
Date
1907-01-01
Page
– (sequence 310)
Language
German
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IRI
…/3486266-3486275--1902-3488265
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Hyrkan durch eine Himmelsstimme im Allerheiligsten der Sieg seiner Söhne offenbart wurde. Dies wird auch von Josephus (Ant. Xm, 10, 8) erzählt. Es war dies der Sieg seiner Söhne über Antiochos Kyzikenos ungefähr im Jahre 110 y. Von einem Sadducäer würden unsere Weisen dies nicht geglaubt haben. Er war also jedenfalls G Jahre vor seinem Tode (104) noch kein Sadducäer. Noch eine andere Stelle des Josephus führt uns darauf. Ant. ELI, 8, 9 sagt er, dass die Sardonyxe (אבד שהם), die der Hohepriester auf der Schulter trug, hell aufleuchteten, wenn Gott beim Opfer zugegen war, dass ebenso die 12 Steine des השן durch ihren Glanz dem Volke den Sieg im Kriege verkündeten (vgl. Joma 73 b). Es hörten aber die Steine auf zu leuchten, erzählt Josephus daselbst, 200 Jahre ungefähr vor Abfassung dieses Werkes (der Ant.), weil Gott wegen der Uebertretung seiner Gesetze über Israel zürnte. Nun hat Josephus seine Antiquitates in! Jahre 93 p. vollendet; c. 200 Jahre vorher ist also die letzte Regierungszeit Hyrkans I. Ob nun an der Sage des Josephus etwas Wahres ist oder nicht, ist ganz gleichgiltig; soviel lässt sich daraus schliessen, dass im Volke die Meinung verbreitet war, Gott habe in den letzten Regierungsjahren Hyrkans T. seinen Unwillen wegen der Uebertretung seiner Gesetze gezeigt. Dies er־ klärt sich nur dadurch, dass Hyrkan damals zum Sadducäertum übergetreten ist. Hiermit seien unsere Bemerkungen geschlossen. Vielleicht werden sie dazu beitragen, dass der verehrte Verfasser des ״Dorotli harischonim“ manche seiner in diesem Bande eil passant ausgesprochenen Ansichten in den folgenden Bänden einer Revision und Modification unterzieht. Nachbemerkung der Redaktion. Die Objektivität, mit welcher der hochverehrte Verfasser vorstehenden Aufsatzes die von ihm nicht anerkannte Hypothese Halevys bespricht, hat sich auch dadurch in einer den Wahrheit; suchendem unparteiischen Forscher ehrenden Weise bekundet, dass er uns bereitwilligstdie Genehmigung erteilt hat, seinen Aus-

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