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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1907-01-01 · V. 1907 - 5668 (1907) · page 307

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
V. 1907 - 5668 (1907)
Date
1907-01-01
Page
– (sequence 307)
Language
German
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war. Nach dem Tod(‘ Josuas wurde zwar die Aristokrat!(‘ verderbt? und man ernannte keine (terusias (Ant. V, 2, T), aber dieser Zustand der Anarchie währte nur IS Jahre (Ant. VI, 5, 4). Zur Zeit des Hohenpriesters Eli hatte die denisia in Schilo ihren Sitz (Ant. V, 11, 2). ״Als das Volk von Samuel einen König verlangteu, erzählt Josephus (Ant. VI, 3, 3), ״ward der Prophet sehr beunruhigt. Denn dieser hatte eine besondere Vorliebe für die aristokratische Verfassung, welche die Völker glücklich und fast göttlich zu machen imstande sei“. Aus allen diesen Stellen ist klar ersichtlich, dass nach Josephus eine aristokratische Verfassung nicht nur die Existenz eines (Jentral-Synedrion nicht ausschliesst, sondern geradezu die Einsetzung der derusias erfordert, wenn das Land nicht in einen anarchischen Zustand geraten soll 1). Es wäre auch ein Irrtum anzunehmen, dass in den aristokratischen Synedrien keine Schriftgelehrten (הנמי התורה) waren. Die Angaben, dass die Sadducäer ihre Anhänger in den Kreisen der Vornehmen hatten, besagen keineswegs, dass unter den Vornehmen l) Weshalb aber josephus in Ant. XX, 10, 2 von den Hohenpriestern bis Antiochus Eupator sagt: trrühitvorut d^iutxüuuxwg iSje verwalteten den Staat nach demokratischer Weise) ist nach den obigen Machweisen schwer zu erklären. Hatte josephus besondere Traditionen, dass die ersten Hohepriehter demokratischen Grundsätzen gehuldigt oder Freunde der Demokratie waren, wie er dies von seinen Zeitgenossen Ananos und Gorion erzählt (Bell. IV, 5, 2 und IV, 6,1)? Ersterer war ör-iioxQcaiag sQccaring und letzterer drtfioxQinixdg. Nachdem die Aristokratie zur Zeit des grossen Krieges gestürzt war, erzählt Josephus (Bell. IV, 3, 6), schafften die Machthaber die Vorrechte der Familien ab, aus denen bisher die uo%u-0i-Tg (wohl die Vor- Steher der Priesterabteilungen und die höheren Tempelbeamten, נזבי־ין, אמרנרין) ernannt wurden, und übertrugen diese Würden an gewöhnliche Leute- Sie beriefen sich dabei auf ein tüog dg^ceior, dass auch in alter Zeit die Würde der dqyieQelg durchs Los zugeteilt wurde (Bell IV, 3, 7) Es mochte also dies in der vorhasmonäischen Zeit Brauch gewesen und dies in dr^ioxQitnxwg verstanden sein, wiewohl josephus (Bell, das.) diese Behauptung der Zeloten nicht gelten lässt, jedenfalls hat dieser Ausdruck nicht die geringste Beziehung auf das Synedrion. Was mit der dXtyaqxfa *n Ant. XI, 4, 8 gemeint ist, düifte auch nicht mit Sicherheit angegeben werden, vgl. Büchler, Synedrion S. 200 Note 178. Man kann aber hier zugeben, dass hiermit auf die Gerusia hingewiesen wird, jedenfalls ist aus den oben angeführten Stellen klar, dass auch dqigioxquibu( allein schon die Gerusia miteinschliesst, wenigstens aber nicht aussch'iesst.

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