Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1907-01-01 · V. 1907 - 5668 (1907) · page 304

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
V. 1907 - 5668 (1907)
Date
1907-01-01
Page
– (sequence 304)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
91% known words query
IRI
…/3486266-3486275--1896-3488259
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

232 -bloss von heidnischen Historikern und dem aus ihnen schöpfenden Josephus, sondern auch durch eine Äusserung' aus pharisäischen Kreisen bezeugt. In den pseudepigraphischen Psalmen Salomos, die, wie die meisten Erklärer mit Recht annehmen, in jener Zeit verfasst worden sind, spricht ein frommer Pharisäer über die letzten Fürsten aus dem hasmonäischen Hause: ״Wegen unserer Sünden erhoben sich Gottlose wider uns, .... denen du keine Yerheissung gegeben hast. Sie raubten mit Gewalt und gaben nicht deinem herrlichen Namen die Ehre. Prunkend setzten sie sich die Krone auf in ihrem Stolze, verwiisteten Davids Thron1) in prahlerischem lTebermut. Du aber, Gott, stürztest sie nieder und warfst ihr Geschlecht aus dem Lande hinweg, indem ein Ausländer gegen sie auftrat, der nicht von unserem Geschleclite war.In seinem grimmen Zorn schickte er sie weg ins Abendland, und die Obersten des Landes gab er der Verspottung preis, schonungslosu (Ps. Sal. 17, 5—6; 12 nach Kittels Febers.). An einer anderen Stelle dieser Psalmen wird die Bestrafung der Hasmonäer durch Pompejus mit folgenden Worten geschildert: ״Er (Gott) führte heran vom Ende der Erde den gewaltigen Stüsser, verhängte Krieg über Jerusalem und sein Land. Die Fürsteil des Landes gingen ihm freudig entgegen, sprachen zu ihm: ״Erwünscht ist dein Kommen, komme hierher, tritt ein in Frieden1״! Sie ebneten rauhe Wege vor seinem Einzug, öffneten die Tore Jerusalems, bekränzten ihre Mauern. Er zog ein, wie ein Vater in seiner Kinder Haus, mit Frieden, fasste mit grosser Sicherheit festen Fuss, nahm ihre Turmfesten ein und Jerusalems Mauer; denn Gott führte ihn sicher, während sie verblendet waren. Er richtete ihre Führer hin und jeden Weisen im Rate2), vergoss l) Die hier angedeutete Ansicht, wonach die Hasmonäer unrecht gehandelt, dass sie sich die David von Gott verheissene Königskrone angeeignet haben, wird auch von Ramban zu Gen. 49, 10 ausgesprochen. a) VIII, 20: dnwlsGev ccqxovtccq adroov xal navra Gogjöv iv ßovkfj. Wenn ßovAfj hier das grosse Synedrion bedeutet, so müsste damals dasselbe zumeist aus Anhängern Aristobuls, also aus Sadducäern, bestanden haben. Doch ist wahrscheinlicher ßovXr^\s der städtische Magistrat zu fassen, wie die ßovfoj in Tiberia, die aus 600 Mitgliedern bestand (bell. Jud. II, 21, 9). Es sei hier nebenbei die Vermutung ausgesprochen, dass die städtische ß01U7j

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.