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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1907-01-01 · V. 1907 - 5668 (1907) · page 303

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
V. 1907 - 5668 (1907)
Date
1907-01-01
Page
– (sequence 303)
Language
German
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IRI
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allein beweist schon, dass damals von keiner Auflösung* des Synedrion die Rede war, weil eine solche Massregel das Volk in tiefste Trauer versetzt hatte. — Um klar zu zeigen, dass die Berichte des Josephus nur die obige Auffassung zulassen, sei hier eine möglichst wortgetreue Uebersetzung der Stellen über die Anordnungen des Gabimus gegeben: Jos. Ant. XIV, 5, 4: ״Nachdem er (Gabinius) das, was sie (Alexanders Mutter) wünschte, besorgt hatte, führte er Hyrkan nach Jerusalem zurück, damit er die Verwaltung des Tempels innehaben sollte. Er teilte aber, nachdem er fünf Synedria eingesetzt hatte, das Volk (d. h. das Land) in ebensoviele Teile und es leiteten die einen (Synedristen) die Staatsverwaltung in fernsalem, die anderen in Gadara, die Dritten in Amathus, die Vierten in Jericho, und das fünfte (Synedrion) war zu Sepphoris in Galiläa. So befanden sie (die Juden 16 l ürog) sich, von der Machtherrschaft (d1nf<x.ij1€ut) befreit1), unter der Herrschaft der Vornehmsten (fcV d()iGT0x()(XT€1'a)u. Bell. I, 8, 5: ״Während Gabimus nach diesen Begebenheiten Hyrkan nach Jerusalem zurückführte und ihm die Verwaltung des Tempels übergab, ordnete er die anderweitige Staatsverwaltung derart, dass deren Leitung den Vornehmsten zustand-). Er teilte aber das ganze Volk (das Land) in fünf Vereinigungen (Gwodovg), die eine Jerusalem, die andere Gadara zuordnend; die dritte sollte zu Amathus gehören, die vierte wurde Jericho zugeteilt, der fünften wurde Sepphoris, eine Stadt Galiläas, angewiesen. Froh von der Oberherrschaft eines Einzigen befreit zu sein, wurden sie (die Juden) in der Folgezeit von einer Aristokratie geleitet*. Es ist aus diesen beiden Berichten klar, dass die Neuordnung des Gabinius nichts anderes als die Verwandlung der bisherigen monarchischen Verfassung in eine republikanisch-aristokratische sein sollte. Das Volk empfand dies in der ersten Zeit als eine Befreiung von einer Tyrannei 3). Diese Volksstimmung wird nicht *) Sonderbar ist die Uebersetzung von Clementz (ähnlich auch Martin): ״So waren die Juden ihres Königtums verlustig*‘. Diese falsche und den Satz in sein Gegenteil verkehrende Uebersetzung hat auch Halevy irre geführt *) Diese Stelle ist von Halevy S. 70 unrichtig übersetzt. a) Auch Straho p. 761 sagt, Alexander )annai und seine Nachkommen seien aus Hohenpriestern Tyrannen geworden.

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