Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- V. 1907 - 5668 (1907)
- Date
- 1907-01-01
- Page
- – (sequence 237)
- Language
- German
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- Homer 1× ep/1025156
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165 ausser bei der Eroberung Mazaka Caesareas1). Scbaburs Milde den Juden gegenüber war wohl von der Hoffnung veranlasst^ sie würden ihn gegen die Homer unterstützen; doch hat sich solche Hoffnung schwerlich erfüllt, da nirgends etwas davon erwähnt ist. Dem Siegeszuge Schaburs gebot der Palmyrener Odenath ein Halt. Zur Belohnung, oder vielleicht richtiger unter Anerkennung der tatsächlichen Verhältnisse, wurde er vom Kaiser Gallienus zum Mitkaiser ernannt (264). In der Tat war er Herr des römischen Ostens. So kamen die Juden Palästinas unter die Herrschaft Palmyras. Besondere Sympathieen scheinen sie für die neue Beherrscherin nicht gehabt zu haben2), wiewohl keinerlei Feindseligkeiten Palmyras gegen die Juden bekannt sind. Gegen Odenaths Nachfolgerin, die Königin Zenobia (von 266/7 an^ scheinen Juden gekämpft zu haben3), ob als Parteigänger der Römer, die bereits wieder Gegner Palmyras waren, oder aus anderen Gründen, ist aus den kurzen Notizen nicht zu ersehen. Der Sieg Aurelians über Zenobia {211) stellte die Herrschaft Roms in Syrien wieder her. Aber die Ermordung Aurelians (275) eröffnete wiederum eine Periode der Kaisermorde, deren rasche Aufeinanderfolge die Provinzen des Riesenreiches nicht zur Ruhe kommen liess. Die verhältnismässig längere Regierung des Probus (276—287) war mit Kämpfen gegen Nebenbuhler und mit Rüstungen gegen die Perser erfüllt, so dass auch sie keine Ruhepause in dieser schrecklichen Zeit bilden konnte. Dass die Juden Palästinas wie die übrige Bevölkerung des Reiches unter diesen trostlosen Verhältnissen litten, ist selbstverständlich. Eine bessere Zeit brach mit dem Regierungsantritt Dio־ cletians heran (September 284). Vor allem schaffte der neue Kaiser Ordnung in dem zerrütteten Staate. Besondere Sorgfalt wandte er dem Osten zu. Er schlug deshalb seine kaiserliche Residenz in Nikomedia auf. Die Leitung des Westens übertrug M b. Motd k. 26 a; vgl. oben S. 160; es kann sich hierbei nicht um die Eroberung Cäsareas im Jahre 260 handeln, da Mar Samuel damals nicht mehr lebte; vgl. Hoffmann, Mar Samuel, S 48, Halevy 11, 410• 2) b. Jebam- 17 a; vgl• Hoffmann a. a. O-, S. 467• 3) j. Terum. VIII, 4. Gen. r. c. 21.