Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- IV. 1906 - 5667 (1906)
- Date
- 1906-01-01
- Page
- – (sequence 431)
- Language
- German
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308 Wenn auch nicht immer bis ins einzelne festzustellen ist, woher und wohin sie gewandert sind, so sind wir doch über die Siedelungen aus manchen Teilen Deutschlands genauer unterrichtet. 1510 wurden die Juden aus der Mark Brandenburg vertrieben; sie wandten sich nach M e s e r i t z und wahrscheinlieh auch nach Schwerin an der Warthe* 1). 1333, mehrmals zwischen 1503 und 1516, 1541 und 1559, 1562—64 und 1568 wurden die Juden aus Böhmen vertrieben, gingen nach Polen und fanden in Krakau, Lember״, Lublin und wahrscheinlich auch in Posen ein Asyl. 1514 war Abraham aus Böhmen ״praefectus“ der Juden in Gross- und Kleinpolen. Tn Krakau war ihre Anzahl so bedeutend, dass sie eine eigene Gemeinde mit eigenem Rabbiner besassen. Erst in Li t hauen machte diese Bewegung Halt2). In Braunsch weig wurde 1510 ein Teil der Juden verjagt, kamen Ausbrüche von Judenhass 1540 vor, und 1590 und 1591 wurden sie völlig des Landes verwiesen. Wir treffen ihrer zwei in der Krakauer Vorstadt Kasimir und in K r a - kau 1559 und 16043). קור־ת היהודים^, Berlin 1899, S 3) wird gesagt: וידוע דדא שכיהי לאנשי בני ברית מאשכנז לארץ ליטא, ich konnte jedoch an der besagten Stelle dierer RGA nichts davon finden. 1) Hist. Monatsblätter 1902 S. 166, Ackermann, Geschichte d. Juden in Brandenburg a. H, Berlin 1906, S. 58. 2> Zeitschr. f h br. Bibliogr. X 164, צמה דוד I S. 32a f., II 58b, Jew. Encycl. III 288, Wetstein, 1?קירות גדו?*י ישרא*?, Warschau 1904, S. lf., Steinschneider, Cat- Bodlej. S. 27, Rabinowitz, Uebersetzung der Grätz’schen Gesch. der Juden VII, Warschau!899, S. 314, Zunz, Geschichte des Krakauer Rabbinate, S. 23, Friedberg, Krakauer Drucke S 7, Bloch, der Streit um den Moreh des Maimonides in der Gemeinde Posen (S.-A. aus Monatsschr. 1903) S. 41, Caro, Geschichte der Juden in Lemberg, Krakau 1904, S. 19, 21, Pos. handschr. Sef. Hasichr. III 20 [21]a 1634) זעליג פיהם מ?*ביב ,(1620) א^מנת לב פיהם, das• S. 150 [154]b, Buber א״ש S. 90 (um 1600). Eine Einwanderung aus Böhmen im 11. Jahrhund, erwähnt Heppner-Herberg a. a. O. S. 19 ohne Quellenangabe, jedoch nach Sternberg a. a. O. S. 14. 3) Monatsschr. 1905 S. 293, Jewish Encycl. III 405, צמה דוד II S. 64b, Auerbach, Gesch. der isr Gemeinde Halberstadt S. 18, RGA *?מהרש'׳ Nr. 21, ס׳ תקוני זבח, Warschau 1888, S. 44. Hier sagt der Verfasser Mose Braunschweig שמעתי בימי הורפי מא״מ הר״ר מרדכי ברינשווייג בן א״מ זקיני הר״ר מרדכי וצק,?* הי״ד בן הקדוש רבי עקיבא ברנרבזרג [ברנדבורג] זצק^ הי״ד הכתיהב לבית אבותיו עד הר ששי להגאו; ידיר בדדו מוהר״ר יעקב