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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1906-01-01 · IV. 1906 - 5667 (1906) · page 419

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
IV. 1906 - 5667 (1906)
Date
1906-01-01
Page
– (sequence 419)
Language
German
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IRI
…/3486266-3486273--1545-3487907
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296 königliche Privilegium für die Juden in Wronke vom 8. März 1683 über den Bau dieser Synagoge und den Transsumpt eines grundherrlichen Privilegs über denselben Gegenstand vom 28. Mai 1607 *), und im Archive der Posener jüdischen Gemeinde ruht das Protokoll des Beschlusses der Posener Gemeindebehörden vom 8. Tamus 1629‘1 2) über die Subventionierung dieses Baues. Der polnische Schriftsteller Lelewel, einer der Gewährsmänner dieser Erzählung, schrieb ״mehr mit prangender Dialektik als historischer Gewissenhaftigkeit“ 3). Wenn auch mit Gewissheit angenommen werden darf, dass zur Zeit der Karolinger Juden zu Handelszwecken Polen durchreisten, sie sind nicht aus dem Westen, sondern aus den Balkanländern und dem südlichen Russland, dem Lande der Chazaren, gekommen. Die Handelsstrassen, auf denen die kostbaren Waren von Byzanz in Mengen kamen, waren auch von ihnen belebt. Dementsprechend war auch der Ritus der byzantinische, die Umgangssprache tartarisch und noch um das Jahr 1200 slavisch. Alles dies musste später dem Deutschen den Platz räumen4). Die Nachricht, dass bereits im zehnten Jahrhundert deutsche Juden sich in Polen angesiedelt haben5), steht vereinzelt. Im folgenden Jahrhundert waren Juden aus Meissen und P r a g — Böhmen war seit 1041 ein dem deutschen Kaiserhause treu anhängendes Herzogtum — in Polen als Sklavenhändler. Urkundlich geschieht ihrer 1085 zum ersten Male Erwähnung. Kurz darauf in der Zeit der Kreuzzüge begann ihre Einwanderung in 1) A. Warschauer, die städtischen Archive der Provinz Posen, Leipzig 1901, s. v. Wronke. 2) עלתה בהסכם, כל העדה יצ״ו לעשות נדבה בראש השנה ש״ץ הסמזך הציי' מהנדב׳ יהא ניתן לבנין בית הכנסת ק"ין ווראניק וחציי׳ שניי' יהא ניתן למלביש ערומים באשר שהברכה שעושיש בכל שנה אינו מספיק להלביש העחמי׳. וכבר גתנגי ממרם על ס׳ זהו' לאנשי ווראניק בחתימות האליפי' הר״ר צבי הירש ור, יוסף פרנס כ״ץ. היים יום ו׳ ח׳ חמ־ז שפ״ט. עו׳ קבלו כנרשם (Sef. hasichron. III S. 114 b). 3) Jacob Caro, Vorträge und Essays, Gotha 1906, auszüglich im ״Is׳ raelit“ 1906 Nr. 44, S. 2. Vgl Sternberg a. a. 0. S 8 Anm. 2. 4) Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judent. 1904, S. 578, Meyer a. a. 0., Frankel, Zeitschrift für die relig. Interessen d. Judent. Ul 216, Zunz, die Ritus des synagog. Gottesdienstes, Berlin 1859, S. 73, Caro a. a. O. S. 1, 4, Brann, Gesch. d. Jud. in Schlesien I, Breslau 1896, S- 4, Lelewel, Gesch. Polens, Leipzig 1846, S 30. 5) Callier, Szkice geogr׳hist-, Posen 1886, S. 44.

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